Bundesweit einmaliges Projekt

Solar-Check plus im Kreis Göttingen: Gratis-Energie von der Sonne

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Werben für den „Solar-Check plus“: (von links) Lothar Nolte von der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, Karin Merkel von der Verbraucherzentrale Niedersachsen, Doreen Fragel von der Energieagentur Region Göttingen und Energieberater André Heider.

Göttingen. Wie kann im Haushalt die Sonnenenergie optimal genutzt werden? Darum geht es ab sofort beim „Solar-Check plus“ der Energieagentur Region Göttingen – dazu Fragen und Antworten.

Was beinhaltet die Solarberatung plus?

Nach der Anmeldung bei der Energieagentur wird ein Hausbesuch vereinbart. Bei der etwa anderthalbstündigen Visite werden alle wesentlichen Details des Gebäudes, das eine Solaranlage aufs Dach bekommen soll, sowie der Energiebedarf der Bewohner des Hauses unter die Lupe genommen.

Was bekommt der Ratsuchende am Ende?

Am Ende gibt es einen schriftlichen Bericht. Darin werden Möglichkeiten, mit einer Solarwärmeanlage die Warmwasserbereitung oder auch die Heizung zu unterstützen oder mit einer Photovoltaikanlage Strom zu erzeugen, aufgezeigt. Bei der bisherigen Solarberatung stand deutlich weniger Zeit für die Analyse zur Verfügung.

Was kostet der Solar-Check plus?

Der Eigenanteil liegt bei 40 Euro. Das bundesweit einmalige Projekt wird zunächst bis September vom Bundeswirtschaftsministerium gefördert. Danach soll das Angebot verstetigt werden.

Wer steckt hinter dem Solar-Check plus?

Für das Projekt haben sich die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen, die Verbraucherzentrale Niedersachsen und die Energieagentur Region Göttingen zusammengetan. Die Beratungsaktion wird vor Ort von der Göttinger Agentur koordiniert. Sie hat acht Solarberater für die Hausbesuche an der Hand.

Warum lohnt sich der Einsatz von Solartechnik?

Ein Beispiel: In den vergangenen Jahren ist der Strompreis deutlich gestiegen. Inzwischen zahlen Kunden in der Regel einen Arbeitspreis von mehr als 25 Cent pro Kilowattstunde Strom. Mit einer Photovoltaikanlage samt Speicher lässt sich laut Energieagentur Strom für den Eigenverbrauch für unter 20 Cent je Kilowattstunde erzeugen.

Bislang war doch das Einspeisen von Strom finanziell interessant?

Das ist jetzt nicht mehr der Fall. Hintergrund: Bei Neuanlagen fällt die sogenannte Einspeisevergütung inzwischen deutlich geringer als früher aus. Sie liegt aktuell bei kleinen Anlagen bei etwa 12 Cent je Kilowattstunde. Deshalb lohnt sich inzwischen der Eigenverbrauch des erzeugten Stroms.

Was kostet eine Photovoltaikanlage?

Für eine Dachanlage mit Stromspeicher für einen Vier-Personen-Haushalt (Einfamilienhaus) muss laut Energieagentur mit Netto-Kosten von mindestens 11 000 Euro gerechnet werden. Von diesem Betrag gehen Fördergelder ab. Bei deren Beantragung hilft die Agentur.

Wie können sich Interessierte vorab informieren, ob ihr Haus für Solartechnik in Frage kommt?

Einen Überblick zum Thema gibt das Solar-Kataster für Südniedersachsen. Für alle mehr als 640 000 Dachflächen in Stadt und Landkreis Göttingen sowie im Landkreis Northeim gibt es im Internet Infos, ob sich der Einsatz von Solartechnik, also die Nutzung der Gratis-Energie der Sonne, lohnt: Mehr als die Hälfte aller Dächer ist geeignet.

Wie wird das Solar-Kataster angenommen?

Es ist seit etwa drei Jahren im Netz und wird monatlich von 2000 bis 3500 Nutzern besucht – Tendenz steigend.

Kontakt: Energieagentur Region Göttingen, Berliner Straße 4, 37073 Göttingen, Tel. 0551/37 07 49 80.

www.earg.de/solarcheck

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