Solidaritäts-Demo für türkische Oppositions-Partei in Göttingen

Aktion in der Göttinger Innenstadt: Die Teilnehmer demonstrierten für die türkische Oppositions-Partei „HDP“. Foto: Rampfel

Göttingen. Aus Solidarität mit der türkischen Oppositions-Partei „HDP“ fand am Samstag in Göttingen eine Demonstration statt. Mehr als 250 Teilnehmer hatten sich am späten Nachmittag vor dem Alten Rathaus am Gänseliesel versammelt und waren anschließend durch die Innenstadt gezogen. Der Verlauf war friedlich.

Anlass sind die Festnahmen von mindestens elf Abgeordneten der pro-kurdischen Partei, die einer Festnahme von über fünf Millionen Menschen gleichkäme, so die Veranstalter der Demo. Dies sei die Anzahl der Menschen, die bei den türkischen Wahlen im November 2015 für die Oppositions-Partei gestimmt haben. Auch gegen mehrere führende Mitarbeiter der regierungskritischen Zeitung „Cumhuriyet“, darunter den Chefredakteur, wurden Haftbefehle erlassen.

Die Kritik der Teilnehmer richtete sich auch an die deutsche Regierung, die nach Veranstalter-Angaben eine Mitschuld an der Situation in der Türkei tragen. „Alle westlichen Staaten, die das Vorgehen Recep Tayyip Erdogans durch militärische, politische und wirtschaftliche Zusammenarbeit ermöglichen, sind Kollaborateure und müssen unter Druck gesetzt werden“, heißt es im Aufruf zu der Demo.

Forderung

Eine Forderung der Demo-Teilnehmer war die Aufhebung des seit 23 Jahren bestehenden PKK-Verbots in Deutschland. Die PKK ist die Arbeiterpartei Kurdistans und wird auch für eine militante Untergrundorganisation gehalten. (ysr)

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