Songwettbewerb Theovision: Anna-Lena und Edina gewinnen für Südkorea

Die Siegerinnen: Anna-Lena Schilling (links) und Edina Abdula als Sängerinnen – dazu tanzten Alina Cernov (vorne, rotes Kleid) und dahinter verdeckt Leonie Seidel. Foto: Kopietz

Göttingen. Seit fünf Jahren stellen Schüler und ein Team von Lehrerinnen im Theodor-Heuss-Gymnasium (THG) den „Theovision“ auf die Beine. Der hausgemachte Songcontest ist zum kultig-fröhlichen Schuljahrsabschluss-Spektakel geworden.

„Wir haben hervorragende Beiträge, das wird gut“, sagt die künstlerische Leiterin und „Seven-Up-Sängerin“ Heike Neumeyer schon vor Beginn.

Die beteiligten

Dann geht es los, volle Aula, 450 gespannte Schüler, 40 Akteure auf der Bühne, mehr als 50 Helfer dahinter: Bässe dröhnen, eine sonore Stimme aus dem „Off“ kündigt vo m Theovision, der dem Eurovision-Songcontest einiges voraus hat So die vier Moderatoren: Meira Klawunn, Arabelle Janocha, Alexander Güntzler und Silas Alfermann unterhalten, informieren und interviewen – natürlich auch Lehrer.

Die Jahrgänge

Die Hauptsache sind die Musiker, Sänger und Sängerinnen aus den Jahrgängen 6 bis 12.

Die Songs

Die Youngster beginnen: Susan Said und Lotti Saldit gehen mutig voran und singen für Bolivien „Mama Do“. Ja, Bolivien. Die Teilnehmer können ihr Land frei wählen. Dabei entscheiden Herkunft des Songs, der Gruppe oder auch nur Sympathie und so wird es ein Welt-Songcontest.

Keine Wahl hatten Ricardo und Luciana Rudolph: Sie haben brasilianische Wurzeln und treten natürlich für ihr Land an - mit einem eigens komponierten und geschriebenen Song: „April“ ist beachtlich und landet am Ende knapp geschlagen im Teilnehmer-Feld.

Die Präentation

Präsentiert werden die THG-Stars mit Einspielfilmen samt Interviews. So fliegt der Siebtklässler Carl Leffers, getragen von seinen größeren Bandkollegen Jakob Koch und Jan Heuermann, als Supermann ins Bild. Kein Wunder: Sie treten für die USA an und rocken mit „Seven Nation Army“ den Saal. Noch einmal Sechstklässlerinnen beschließen Teil 1 mit „Wild and Free“ für Thailand. Dann wird gelüftet, denn es ist heiß. Auch, weil so viel Licht- und Nebeleffekte wie noch nie beim Theovision für Wärme und dicke Luft sorgen.

Das Vorbild Eurovision

Voraus hat der Theovision dem Eurovision übrigens auch, dass nur vier Tage Vorlauf genügen und wenig Geld, um das Spektakel zu erschaffen. Dass etwas schief geht, wie die Einspieler für „Frankreich“, lässt sich verkraften: Es geht ja um die Freude, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, Musik und Schule einmal anders zu erleben.

Die Sieger

Am Ende gewinnt nach Saal-Voting via Stimmzettel Südkorea: Edina Abdula, Anna-Lena Schilling habe es schon mehrfach probiert. Jetzt nehmen sie als Preis das goldenen Mikro in Empfang und singen noch einmal gekonnt „Jar of Hearts“ von Christina Perri. Dazu tanzen Alina Cernov und Leonie Seidel. Es ist eine Performance wie beim großen Eurovision inklusive aller Künstler auf der Bühne.

Die Stimmung

Im Saal stehen alle. Es ist ein Fest, und es ist gelebte Integration: Abdullah aus der Sprachlernklasse steht mit einem arabischen Song für Ägypten auf der Bühne. Abdullah ist seit vier Monaten in Deutschland, tanzt, singt und schaut gebannt der Balletttänzerin auf die Füße. Er ist eingesprungen, weil eine Gruppe kurzfristig abgesagt hatte. Abdullah beweist Mut wie alle, die vor vollem Saal auftreten.

Das Fazit

„Ist das nicht toll?“, stellt Heike Neumeyer die ultimative Suggestivfrage. Die musikalische Leiterin ist begeistert, wie die 450 Zuschauer. Frenetischen Jubel gibt es auch für die Lehrerinnen Tina Heske, Anne Jumah, Nina Koebernick, Bärbel Müthing und Heike Neumeyer, die Macherinnen des Theovision. Sie selbst bezeichnen sich als „die größten Fans“. (tko)

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