Spärlich spross der Spargel: Trockenes Wetter führte zu Ernteeinbußen

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Ernte auf dem Werderhof in Göttingen: Spargelstecher Mariusz bei der anstrengenden Arbeit auf den Feldern rund um den Werderhof der Familie Rabe.

Göttingen. Nach der Rekordernte im Jahr 2014 haben die deutschen Landwirte in diesem Jahr etwas weniger Spargel gestochen. So war es auch auf dem Werderhof bei Göttingen.

Die Statistiker führten den Ernterückgang um zwei Prozent zum Vorjahr auf den kalten Start im April und der Trockenheit im Mai zurück.

Insgesamt 25.300 Tonnen Spargel wurden in Niedersachsen gestochen. Im Vergleich mit den Durchschnittserträgen der vergangenen sechs Jahre lag die gesamtdeutsche Erntemenge mit rund 112.100 Tonnen trotzdem noch gut zehn Prozent über dem langjährigen Durchschnitt, teilte das Statistische Bundesamt Niedersachsen nach einer ersten vorläufigen Schätzung mit.

Auch weniger Erdbeeren

In Göttingen wurden auf dem Werderhof etwa 30 Prozent weniger Spargel geerntet. „Wir haben durch die Kälte später mit der Ernte beginnen können. Außerdem war es dann zu trocken“, erklärt Cornelia Rabe, die mit ihrem Mann Heino den Betrieb des Werderhofs leitet.

Niedersachsen ist zudem Deutschlands Erdbeer-Region Nummer eins. Laut vorläufigen Zahlen wurden in Niedersachsen auf 3200 Hektar Anbaufläche 40.200 Tonnen Erdbeeren geerntet. Im Gegensatz zum Vorjahr konnte weniger geerntet werden, der Ertrag sei um acht Prozent zurückgegangen.

Cornelia Rabe führt den niedrigeren Ertrag auf die Trockenheit und die Hitze im Laufe der diesjährigen Erdbeersaison zurück. Trotz allem konnten auf dem Werderhof insgesamt sieben Wochen lang die süßen, roten Frücht geerntet werden. Wegen der Trockenheit hätten die Pflanzen aber gelitten und immer kleinere Früchte getragen.

Vor einer Woche endete die Erdbeersaison auf den Selbstpflückfeldern. Momentan verkauft der Werderhof ans einen Ständen die letzten Erdbeeren.

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