Spediteur aus dem Harz soll 2,6 Tonnen Haschisch geschmuggelt haben

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Altenau. Ein 58-jähriger Spediteur aus Altenau (Kreis Goslar), der vor zwei Jahren als mutmaßlicher Drahtzieher einer internationalen Rauschgiftbande in Spanien festgenommen worden war, muss sich voraussichtlich demnächst in Deutschland vor Gericht verantworten.

Der 58-Jährige befinde sich derzeit in spanischer Auslieferungshaft, teilte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Anfrage mit. Der 58-Jährige, der seit Anfang Februar 2013 in Spanien inhaftiert ist, war kürzlich in einem von der spanischen Justiz geführten Verfahren frei gesprochen worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft sind in Deutschland jedoch noch mehrere weitere Ermittlungsverfahren gegen den Spediteur anhängig. Deshalb bleibe der Haftbefehl der hiesigen Justiz aufrechterhalten.

Drogenfahnder des niedersächsischen Landeskriminalamtes hatten in Zusammenarbeit mit Spezialermittlern der spanischen Polizei in Februar 2013 einen geplanten Rauschgifttransport auffliegen lassen und in der Nähe von Malaga 2,6 Tonnen Haschisch sichergestellt.

Nach Angaben des Landeskriminalamtes war dies die bislang größte Menge an sichergestellten Drogen für die Polizei in Niedersachsen.

Drogen hinter Hähnchen

Die Rauschgiftfahnder waren damals einem Lkw der Harzer Speditionsfirma, der gefrorene Hähnchen geladen hatte, bis nach Südostspanien gefolgt. Nach Angaben der Ermittler sollten dort an einem Lagerhaus 2,7 Tonnen Haschisch in den Lkw geladen und hinter den Hähnchen versteckt werden. Spezialkräfte der Guardia Civil stoppten jedoch die Verladeaktion und nahmen den Lkw-Fahrer sowie zwei spanische Staatsangehörige fest.

Der Spediteur und dessen 28-jähriger Sohn sollen den Transport begleitet haben. Der 28-Jährige ist nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen wieder nach Deutschland eingereist. Er befindet sich auf freiem Fuß, da der gegen ihn erlassene Haftbefehl außer Vollzug gesetzt wurde. Der 58-Jährige steht im Verdacht, mehrere weitere Drogentransporte der Rauschgiftbande organisiert zu haben. Unter anderem sollen im Dezember 2012 in einem Lkw zehn Kilo Heroin nach Norwegen geschmuggelt worden sein, die an albanische Abnehmer übergeben wurden.

Zuvor hatten Fahnder drei Lkw in Oslo und Dover beschlagnahmt, in denen sich insgesamt 140 Kilo Haschisch, 45 Kilo Marihuana und 12 Kilo Kokain befanden. (pid)

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