Arbeitsplatzabbau nicht ausgeschlossen

Spedition Zufall: 220 Mitarbeiter jetzt in Kurzarbeit

Spedition Zufall: 220 Mitarbeiter jetzt in Kurzarbeit

Göttingen. Die Göttinger Niederlassung des Logistikunternehmens Zufall hat zu Beginn des Jahres einen personellen Sparkurs eingeschlagen.

Die Firma habe Anfang Januar für 220 von 400 Mitarbeitern die sechsmonatige Kurzarbeit beantragt, bestätigt Marketing- und Kommunikationssprecherin Carolin Heinrichs auf Anfrage der HNA. Als Grund für diesen Schritt nennt sie die nach Vertragsauslauf nicht weitergeführte Zusammenarbeit mit dem hessischen Großkunden SMA.

Derzeit versuche die Firma den Verlust auszugleichen und Neukunden zu akquirieren. Dennoch könne ein Abbau von Arbeitsplätzen zu diesem Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, verkündete Heinrichs.

Zufall hatte von dem Solar-Technologie-Konzern im Frühjahr 2009 einen Großauftrag in Höhe von fünf Millionen Euro erhalten. Dieser war nach Angaben des Speditionsunternehmen zum Ende des Jahres ausgelaufen. In einer erneuten Auftragsauschreibung habe sich Zufall nicht behaupten können. Die Entscheidung sei letztlich eine Frage des Preises gewesen. Mit der Zusammenarbeit des Logistikunternehmens sei SMA sehr zufrieden, versichert Heinrichs.

In den Verhandlungen sei man bis an die Grenzen des Möglichen gegangen. Zufall habe aber die mitstreitenden Spediteure nicht unterbieten können. Das sei nicht der Stil des Hauses, "so können wir unsere Qualität nicht anbieten", führt die Sprecherin aus.

Wie es für die Mitarbeiter der Zufall-Niederlassung langfristig weitergeht, ist derzeit unklar.

(sjh)

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