Schließung zum 30. Juni

Spendenziel zur Rettung der Geburtshilfe von St. Martini nicht erreicht

Duderstadt. Das Aus für die Geburtsstation im St.-Martini-Krankenhaus scheint besiegelt: Die Spendenaktion zur Rettung brachte nicht den erhofften Erfolg. 

Der Termin der Schließung, 30. Juni, bleibt bestehen.

Bis Mitte März lief der Spendenaufruf: Etwa 80 Spender gaben rund 14 500 Euro und die Förderinitiative sagte projektbezogene Mittel zur Unterstützung der Geburtshilfe von 5000 Euro zu. Das für dieses Jahr erforderliche Spendenziel von 125.000 Euro wurde damit jedoch nicht erreicht und das deutliche Zeichen zum Erhalt der Geburtshilfe somit nicht gesetzt.

Krankenhausleitung und Förderinitiative danken trotzdem allen, die mit ihrer Spende den Erhalt der Geburtshilfe unterstützen wollten. Die Förderinitiative wird kurzfristig die Spender kontaktieren, um vereinbarungsgemäß die zweckgebundenen Spenden zurückzuerstatten.

In Veranstaltungen und Gesprächen haben in den vergangenen Wochen Krankenhausträger und Krankenhausgeschäftsführung mit vielen Beteiligten gesprochen, um Probleme und Beweggründe der Entscheidung zu erklären und alternative Lösungsmöglichkeiten zu sondieren.

Bundesweite Probleme

Dabei sei deutlich geworden, dass die Probleme keine hausgemachten, sondern bundesweit bestehende sind, die nachhaltig nur auf höherer politischer Ebene gelöst werden können.

„Leider ist nicht zu erwarten, dass sich die Verdoppelung der Geburtenzahlen oder ersatzweise entsprechende höhere Vergütung pro Geburt über einen Sicherstellungszuschlag der Krankenkassen in absehbarer Zeit so ändern, dass ein dauerhaft wirtschaftlicher Betrieb auf qualitativ höchstem Niveau möglich würde“, erklärt der Krankenhausgeschäftsführer Markus Kohlstedde. Die Entscheidung des Trägers, an der Schließung zum 30. Juni festzuhalten, sei deshalb nachvollziehbar.

Nach Jahren defizitärer Ergebnisse hat es St. Martini seit 2014 nicht geschafft, in die schwarzen Zahlen zu kommen. 

Rubriklistenbild: © Archiv

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