Schau des Kinderhilfswerks Plan International

Spielzeug aus aller Welt im Brotmuseum Ebergötzen: Fußbälle aus Badelatschen

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Fußbälle aus Badelatschen und eine Spielbrille: Marc Tornow, Agnieszka Steuerwald und Museumsleiter Wilhelm Bruinjes zeigen Spielzeug der neuen Ausstellung „WeltSpielZeug“.

Ebergötzen. Trommeln aus Plastikflaschen oder Fußbälle aus Badelatschen: Das Kinderhilfswerk Plan International Deutschland zeigt in einer Ausstellung im Europäischen Brotmuseum Ebergötzen Spielzeug aus Afrika, Asien und Lateinamerika unter dem Titel „WeltSpielZeug“.

Rund 280 Exponate aus 30 Entwicklungsländern zeigt das Hilfswerk, dessen prominentestes Mitglied der Journalist und früherer Tagesthemenmoderator Uli Wickert ist. Während hierzulande vor allem mit industriell hergestellten Spielzeug gespielt wird, ist in armen Ländern kein Geld dafür vorhanden. Kinder spielen mit dem, was da ist und entwickeln dabei eine ungeheure Kreativität.

Sprungkraft

Ein Paradebeispiel dafür sind die beiden Fußbälle der Ausstellung. Kinder haben alte Badelatschen klein geschnitten, in eine Plastiktüte gesteckt und mit Bastkordeln umwickelt – und schon ist der Ball fertig. Und das Beste: Er hat eine erstaunliche Sprungkraft. Marc Tornow vom Kinderhilfswerk Plan International: „Es gibt Länder, die kennen kein Wort für Müll. Alles wird verwendet.“

„Kinder haben Rechte, nicht nur auf Brot und Nahrung sondern auch ein Recht auf Spiel“, sagt Marc Tornow. Die Betreuerin der Ausstellung, Agnieszka Steuerwald: „Spielen ist ein Grundbedürfnis von Kindern. Wenn sie das nicht dürfen, verkümmern sie.“

Und sie drücken damit auch Sehnsüchte aus. So hat der elfjährige Joseph aus Ghana in Afrika beispielsweise eine Aktentasche aus Pappe gebastelt: Wer eine solche Tasche besitzt, hat es beruflich geschafft und zugleich drückt Joseph seinen Wunsch aus, eine Schule besuchen und lernen zu dürfen. Längst keine Selbstverständlichkeit.

Begleitet wird die Ausstellung von einem Rahmenprogramm, sagte der Leiter des Museums, Wilhelm Bruinjes. So soll gemeinsam mit Kindern Spielzeug gebastelt, und es wird Brot gebacken, beispielsweise aus Südamerika.

Die Ausstellung ist bis zum 12. November zu sehen. Das Brotmuseum in Ebergötzen ist dienstags bis samstags von 9.30 bis 16.30 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen von 9.30 bis 17.30 Uhr. Am Sonntag, 2. April, gibt es einen Kunsthandwerkermarkt und um 14 Uhr eine Backaktion.

www.brotmuseum.de

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