Zweijähriger Umbau der Radiologie am Evangelischen Krankenhaus Weende beendet

Spitzentechnik für Patienten

Spitzentechnik: Auf dem Bildschirm kann Dr. Jörg Larsen in Echtzeit die Durchleuchtung seines Mitarbeiters Martin Evers verfolgen, der sich zu Demonstrationszwecken auf die Liege des Computer-Tomographen gelegt hat. Foto: Niesen

Göttingen. „Die Zeiten, in denen ich jeden Tag mit dem Zollstock in die Radiologie kam, sind glücklicherweise vorbei.“ Dr. Jörg Larsen (48) freut sich, dass die zweijährige Umbauphase in seiner Abteilung des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende beendet ist und er sich wieder auf seine medizinische Arbeit konzentrieren kann.

Für 1,3 Millionen Euro hat das Krankenhaus seine Abteilung für die Durchleuchtung des menschlichen Körpers umfassend modernisiert und auf den neuesten Stand der Technik gebracht. Die Radiologie versorgt mit fünf Ärzten, 13 Medizinisch-Technischen Assistenten und weiteren Fachkräften jährlich rund 40 000 Patienten aus der Region. Ziel war die Optimierung der Abläufe zwischen Notaufnahme, Operationstrakt und Stationen. Dafür wurde das Innenleben der Station komplett „umgekrempelt“, Wände wurden entfernt, neue gezogen.

Gleichzeitig investierte das Krankenhaus in neue Technik. Herzstück und Stolz der Abteilung ist der bereits im vergangenen Jahr in Betrieb genommene Computertomograph. „Das CT ermöglicht Schichtaufnahmen des Körpers von 0,5 mm. Das ist ein Spitzenwert in Göttingen“, hebt Radiologen-Chef Larsen hervor.

Lungen-Röntgengerät

Schwerpunkte der Arbeit sind die Diagnose von Verletzungen nach Unfällen, die Durchleuchtung der weiblichen Brust (Mammographie) mit rund 2000 Untersuchungen jährlich und die Begutachtung von Organen. Dazu dient auch ein neues, zweites Lungen-Röntgengerät. Auch Körperteile in Bewegung werden untersucht, beispielsweise bei Schluckbeschwerden.

Mit der baulichen Neugestaltung der Abteilung im laufenden Betrieb verband das Krankenhaus die Digitalisierung der Arbeit. Röntgenbilder werden jetzt als elektronischen Dateien zur Verfügung gestellt. Die Entwicklung von Filmen mit Chemikalien entfällt. Damit ist auch die Neugestaltung des Bildarchivs verbunden. „Unsere digitalisierte Aufnahmen können nicht mehr verloren gehen und stehen sofort zur Verfügung“, freut sich Dr. Jörg Larsen, der unter anderem 13 Jahre lang in England Berufserfahrung gesammelt hat.

Finanziert wurde die Neugestaltung aus Mitteln des Konjunkturpakets II der Bundesregierung und aus Eigenmitteln.

Die Wunschliste der Weender Radiologen ist allerdings noch nicht komplett erfüllt. Dr. Jörg Larsen „Uns fehlt noch ein Kernspin-Tomograph. Die Kosten von eine Million Euro sind derzeit aber nicht drin.“

Von Hans-Peter Niesen

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