Fraktionschef Gerd Nier hätte lieber eine bessere Breitensport-Förderung gesehen

Sponsoring der BG durch die Stadt: Linke wundern sich über alte Geldquellen

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Gerd Nier

Göttingen. Auch öffentliches Geld macht den Profi-Sport in Göttingen möglich. Die Stadt pumpt auch über zwei städtische Gesellschaften 112 000 Euro in die Kasse des künftigen Basketball-Erstligisten BG Göttingen. Die „Linke“ in Göttingen findet den Vorgang höchst verwunderlich.

Die deutliche Erhöhung der Fördermittel für den Profi-Basketball in Göttingen sei vom Oberbürgermeister im Schnellverfahren durchgebracht worden. Das ist für den Fraktionschef Gerd Nier ein „quasi erzwungenes Sponsoring durch die Göttinger Sport und Freizeit GmbH (GöSF), die selbst schon jetzt in finanziellen Engpässen steckt, und die Gesellschaft für Wirtschaftsförderung (GWG).

Nier schlussfolgert daraus, dass demnächst städtisches Geld auch „weiteren förderungsbedürftigen Initiativen offen stehen dürfte“.

Als wundersamen Vorgang deutet Nier, dass plötzlich seit Jahren ruhendes Sponsoringgeld im ordentlichen Stadthaushalt entdeckt wurde. „Es zeigt, wie verwirrend dieser Haushalt anscheinend ist, da für die Basketballfrauen diese Quelle unentdeckt blieb“, sagt Nier und merkt ironisch an: „Warten wir also jetzt nur noch auf den großen Sponsorenbeitrag eines bisher noch unbekannten Spenders in Höhe von etwa 400 000 Euro und der Leuchtturm Göttingens kann erstrahlen.“

Die Linken hätten lieber die vielen kleinen „Glühwürmchen“ des Breiten- und Freizeitssports besser gefördert und könnten etwas sorgenfreier in die Zukunft schauen.

Die Verantwortlichen der BG Göttingen verwiesen nach Bekanntgabe der Förderung darauf, dass mit dem städtischen Zuschuss der Löwenanteil des Jugend- und Breitensportbereiches gedeckt werden könnte, wie Anna Jäger sagte. Auch erleichtere die Zusage der Stadt die Verhandlungen mit möglichen Sponsoren. Und die werden bekanntlich noch gebraucht. (tko)

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