Rat muss endgültig entscheiden

Stadthalle Göttingen soll saniert werden – Festspiele müssen in Lokhalle

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Die Göttinger Stadthalle aus der Luft: Der Bau- und der Kulturausschuss sprechen sich für die Sanierung aus. Endgültig will der Rat am 12. Mai über das Projekt entscheiden. 

Göttingen. Die Stadthalle Göttingen soll für 19,5 Millionen Euro komplett saniert werden. Dafür sprechen sich der Bau- und der Kulturausschuss aus. Endgültig muss nun der Rat am Freitag, 12. Mai, über das Projekt entscheiden.

In beiden Ausschüssen, die zusammen tagten, gab es am Donnerstag eine deutliche Mehrheit für den Sanierungsvorschlag der Stadtverwaltung – lediglich CDU und FDP stimmten dagegen. Allerdings ist jetzt schon klar: Das Projekt wird voraussichtlich erst Mitte 2018 starten. Deshalb kann das Gebäude am Albaniplatz nicht für die Händel-Jubiläumsfestspiele im Jahr 2020 genutzt werden. Die Festspiele müssen in die Lokhalle ausweichen. Laut Stadtbaurat Thomas Dienberg ist ein entsprechendes Zeitfenster dort bereits geblockt.

Zuvor hatte Dienberg für die Zustimmung zur Sanierung der Stadthalle geworben: „Wir bekommen eine Lösung, die uns alle sehr zufriedenstellen wird.“ Die Stadt habe sorgfältig geplant.

Stadthallen-Neubau würde viel Geld kosten

Auch den Neubau einer Stadthalle habe man betrachtet. Dies würde laut Dienberg jedoch 40 Millionen Euro und mehr kosten – also mehr als das Doppelte. SPD-Fraktionschef Tom Wedrins betonte, dass mit der Sanierung der Stadthalle ein Weg gefunden worden sei, der mit den finanziellen Möglichkeiten Göttingens verträglich sei. Der finanzielle Rahmen lasse Spielraum für die freiwilligen kulturellen Leistungen. Wedrins unterstützte ausdrücklich den Vorstoß der Grünen, die eine Konkretisierung der Rahmenplanung für den Bereich rund um die Stadthalle einforderten.

Grünen-Fraktionsvorsitzender Rolf Becker hatte diesen Antra

g gleich zu Beginn der Beratung eingebracht. Darin wird die Idee für den Bau einer Tiefgarage unter dem Albaniplatz unter Beteiligung von Investoren ins Spiel gebracht. Die Rahmenplanung soll im Spätherbst zur Verabschiedung des Nachtragsetats, mit dem die Finanzierung der Stadthallen-Sanierung gesichert werden soll, vorliegen. Die Grünen machen ihre

Zustimmung zur Finanzierung von dieser Rahmenplanung abhängig. Dana Rotter (Piraten) kritisierte, dass bei dem Stadthallen-Projekt mögliche Alternativen nicht geprüft worden seien. Jetzt habe man nur die Wahl zwischen Sanierung und Sanierung.

Die aus ihrer Sicht nicht ausreichende Prüfung von Alternativen kritisiert

e auch CDU-Ratsfrau Carina Hermann.

Lücken in der Planung diagnostizierte Felicitas Oldenburg (FDP). Sie forderte beim Stadthallen-Projekt Transparenz durch ständige Berichtspflicht an die Ratsgremien ein.

www.stadthalle-goettingen.de

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