Start ins Lutherjahr: Auf den Spuren der Reformation durch Göttingen

Start ins Reformationsjahr: Martin Luther steht dabei im Mittelpunkt. Bei der Stadtführung können die Gäste erfahren, welche Spuren der Reformator in Göttingen hinterlassen hat. Foto: dpa

Göttingen. Zum Auftakt für das Lutherjahr gibt es am Sonntag, 30. Oktober, eine Stadtführung durch Göttingen. Die Besucher können sich auf die Spuren der Reformation begeben.

Beginn des anderthalbstündigen Rundgangs ist um 14 Uhr am Alten Rathaus. Zwölf Jahre nach Veröffentlichung der 95 Thesen erreichte die Reformation Göttingen – spät, aber mit dafür mit Macht: 1529 wurde die Stadt lutherisch.

Nachdem Luthers Schriften ein Jahrzehnt lang in Göttingen heimlich kursierten und honorige Bürger sonntags in die Dorfkirchen liefen, wo bereits auf Deutsch gepredigt wurde, ging es dann Schlag auf Schlag. Alles begann mit einem heimlich eingeschleusten Prediger, der vor dem Brothaus öffentlich predigte. Eine Prozession endete in einem Tumult, eine Kirche wurde zwangsweise für evangelische Gottesdienste geöffnet, Mönche vertrieben und ihr Kloster geplündert, heißt es in einer Mitteilung der Tourist-Information.

Die Teilnehmer lernen bei dem Rundgang die historischen Stätten der Reformation in Göttingen kennen. Sie begegnen dabei wild entschlossenen Handwerkern, politisch taktierenden Ratsherren, katholischen Pfaffen und ihren Konkubinen sowie von außen entsandten Reformatoren, die für neue Unruhe sorgen. Martin Luther schrieb übrigens zwei Jahre später das Vorwort zur neuen Göttinger Kirchenordnung.

Gruppenführung möglich

Die Teilnahme an der Führung, die auch von Gruppen in deutscher und englischer Sprache gebucht werden kann, kostet sieben Euro pro Person. (bsc)

Anmeldung und Kontakt: Tourist-Information im Alten Rathaus Göttingen, Tel. 0551/49980-31.

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