Feierlicher Beginn für 120 Fünftklässler in Göttingen-Weende

Start in die neue Integrierte Gesamtschule

Einschulung an der neuen IGS in Göttingen-Weende: Schulleiter Lars Humrich (rechts) und das Kollegium begrüßten am Freitag die 120 Schüler zusammen mit deren Eltern in der Aula der neuen Schule. Foto: Geier

Göttingen. Der erste Schultag in einer komplett neuen Schule: 120 Fünftklässler hatten am Freitag ihren ersten Schultag in der neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) in Göttingen-Weende.

Lange ist gerungen worden um die Einrichtung dieser Schule, sagte Schulleiter Lars Humrich bei der Begrüßung der der neuen Schüler und ihrer Eltern. Humrich sprach kurz die Entstehung der dritten IGS in Göttingen an: „Eltern haben sich für die Schule stark gemacht. Sie wollten, dass ihr nicht nach der vierten Klasse sortiert werdet und ins dreigliedrige System wechselt, sondern möglichst lange gemeinsam lernen könnt.“

Einer der Kernpunkte der Schule sei es, offen für Neues zu bleiben und andere dauerhaft unabhängig von ihrer Herkunft oder Religion zu beurteilen. Humrich: „Wir bejahen und unterstützen die Unterschiedlichkeit. Sie ist die Grundlage für das gemeinsame Lernen hier.“

Nach der offiziellen Begrüßung wurden die Schüler feierlich in die vier fünften Klassen der neuen IGS Weende geführt. „Ich freue mich auf diese Schule“, gibt sich die die neunjährige Angelina Seetz erwartungsvoll: „Ich habe mir die Schule beim Tag der offenen Tür angeschaut und fand sie sehr kreativ. Das hat mir gefallen.“ Sabine Drag, die ihren Sohn Maximilian am Freitag zur Einschulung begleitete, sagte: „Ich bin ganz positiv gestimmt. Es war ein längeres Hin und Her, meine Tochter wollte vor drei Jahren auf die Geschwister-Scholl-Gesamtschule. Da gab es eine Absage, weil es zu viele waren. Jetzt bin ich sehr glücklich, dass es für Maximilian geklappt hat.“

Seit vielen Jahren müssen die Geschwister-Scholl- und die Georg-Christoph-Lichtenberg-Gesamtschule immer wieder viele Schüler abweisen, weil sie nicht genügend Plätze haben. Die IGS Weende teilt sich das Gebäude mit der Voigt-Realschule. Die IGS soll jahrgangsweise wachsen, während die Realschule und die Göttinger Hauptschulen parallel dazu auslaufen.

Stärken von Kindern fördern

An der neuen IGS Weende sollen Schüler aus allen Leistungsstufen ihren Weg finden. Oberstes Ziel sei, die individuellen Stärken der Kinder und ihre Begabungen zu fördern. „Wenn Kinder an ihren Stärken wachsen, werden die zunächst schwächeren Bereiche nachziehen“, erklärte der Schulleiter. Göttingens Stadtrat Siegfried Lieske forderte die Schüler auf: „Kinder, traut euch bei euren Lehrern nachzufragen, die scheuen nicht davor zurück, es euch ein viertes oder fünftes Mal zu erklären.“ (cge)

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