Mildred-Scheel-Akademie der Klinik für Palliativmedizin eröffnet

Sterbe-Betreuer stärken und weiterbilden

Freude über eine neue Stütze der Palliativmedizin in Göttingen: Von links vorne Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe; Veronika Frels (Förderverein Palliativmedizin), Oberbürgermeister Wolfgang Meyer, Uni-Präsidentin Prof. Ulrike Beisiegel, dahinter: Prof. Lorenz Trümper (UMG), Prof. Heymo Kroemer (UMG-Vorstand) und Prof. Friedemann Nauck (UMG). Foto: Kopietz

Göttingen. Die Eröffnung der Mildred-Scheel-Akademie an der Universitätsmedizin Göttingen festigt die führende Position der UMG in der Palliativmedizin in Deutschland. In der Akademie sollen Ärzte, Pflegende, Ehrenamtliche und Angehörige ihr Wissen im Umgang mit Sterbenden erweitern können.

Die Göttinger Mildred-Scheel-Akademie ist der fünfte Standort nach Dresden, Köln, Bonn und München im bundesweiten Verbund an Fort- und Weiterbildungseinrichtungen der Deutschen Krebshilfe. Sie unterstützt die neue UMG-Einrichtung mit 297 000 Euro und hat sie damit möglich gemacht, wie Gerd Neekoven sagte. Der Geschäftsführer der Krebshilfe betonte, dass es in Göttingen für die Palliativmedizin eine Tradition, getragen von der Uni-Klinik aber auch Ehrenamtlichen wie vom Förderverein für das Palliativzentrum gibt. So existiert die Palliativmedizin an der UMG seit 20 Jahren und den Förderverein gibt es seit zehn Jahren. "Hier hat man einen Meilenstein für die Palliativmedizin gesetzt", sagte Neekoven. In Göttingen wurde ein Lehrstuhl eingerichtet, der in den ersten Jahren von der Krebshilfe co-finanziert wurde.

Die Akademie ist somit in die Klinik für Palliativmedizin an der UMG eingebettet. Mit initiiert hat sie der Direktor, Prof. Friedemann Nauck.

Für die Betreuung von Schwerstkranken und Sterbenden benötigen Ärzte, professionelle und ehrenamtliche Pflegekräfte eine besondere Schulung. Eben dieser Aufgabe widmet sich die Scheel-Akademie. Fünf Mitarbeiter der UMG-Klinik für Palliativmedizin und Referenten geben ihr Wissen an medizinisches Personal, Ehrenamtliche und Interessierte weiter.

Das Ziel ist ein großes: "Jeder schwerstkranke Patient soll so umsorgt werden, dass er die verbleibende Zeit seines Lebens in größtmöglicher Autonomie und Würde erleben kann", sagt Prof. Nauck.

Von Thomas Kopietz

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