Streikende sprachen mit Landrat Reuter

Gedanklich gar nicht so weit auseinander: Verdi-Streikende des Sozial- und Erziehungsdienstes besuchten Landrat Bernhard Reuter im Kreishaus und diskutierten mit ihm. Foto: Schröter

Göttingen. Besonderer Besuch im Kreishaus: „Wir möchten gerne, dass Sie sich für Ihre engagierten Mitarbeiter stark machen.“

Diese Forderung unterbreiteten etwa 40 streikende Mitarbeiter des Sozial- und Erziehungsdienstes am Donnerstag Landrat Bernhard Reuter (SPD) bei einem Gespräch im Kreishaus.

„Ihre Position in diesem Tarifstreit ist uns leider nicht klar“, sagte eine Teilnehmerin. Sie bemängelte, dass es bislang kein Angebot von Arbeitgeberseite gegeben habe, sondern nur vage Vorschläge.

„Die Diskussion kann nicht auf das Einnahmeproblem der Städte und Kommunen herunter gebrochen werden“, bemängelte sie. Die Politik müsse für Rahmenbedingungen sorgen, die eine adäquate Bezahlung für Berufe ermögliche, die „ganz anders aussehen“ als früher. „Und die Steuereinnahmen sind ja derzeit nicht gerade schlecht“, sagte die Sprecherin.

„Ich freue mich, dass Sie in dieser Tarifauseinandersetzung deutlich machen, wie wichtig der öffentliche Dienst ist“, sagte Bernhard Reuter.

Mit der Gesprächsrunde habe er die Position der Streikenden noch näher kennen lernen wollen. „Und das wird nicht wirkungslos bleiben“, versprach er.

Konkrete Zusagen konnte und wollte der Landrat aber nicht machen. „Als Mitglied des Verbands kommunaler Arbeitgeber kann ich mich nicht in den Tarifstreit einmischen“, sagte er.

Bernhard Reuter betonte jedoch, sich seit Jahren für eine gerechtere Steuerpolitik in Deutschland einzusetzen. „Ich kann nur hoffen, dass die Tarifparteien schnell zu einer Einigung kommen“, wünschte sich der Göttinger Landrat. „Schließlich macht Ihnen der Streik genauso wenig Spaß wie mir.“

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