26,90 Euro pro Semester

Studenten-Wunsch wird Wirklichkeit: Nachtbus-Netz für Göttingen

Die Nummer 21 fährt ab 1. November zu den Zietenterrassen: GöVB-Chef Michael Neugebauer (links), Verkehrsplanerin Anne Engelmann (2.v.l.), Konstantin Schütz und Tobias Scholz vom AStA sowie GöVB-Pressesprecherin Stephanie Gallinat-Mecke bei der Vorstellung der Neuerungen.
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Die Nummer 21 fährt ab 1. November zu den Zietenterrassen: GöVB-Chef Michael Neugebauer (links), Verkehrsplanerin Anne Engelmann (2.v.l.), Konstantin Schütz und Tobias Scholz vom AStA sowie GöVB-Pressesprecherin Stephanie Gallinat-Mecke bei der Vorstellung der Neuerungen.

Göttingen. Die Universitätsstadt bekommt im Herbst ein Nachtbus-Netz. Das gaben am Montag die Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB) bekannt. Start ist mit der Einführung der neuen Linien am 1. November. Ab sofort wird dafür geworben.

Vor allem Studenten hatten sich die Einführung von Nachtbuslinien gewünscht, wie Umfragen unter den jungen Leuten ergaben. Im Januar hatten sich die Studenten der Universität Göttingen bei einer Urabstimmung dafür ausgesprochen, dass ab 1. Oktober der Stadtbus ins Semester-Ticket aufgenommen wird. Dafür zahlt jeder Student ab Herbst 26,90 Euro pro Semester. Wegen der zusätzlichen Einnahmen konnten die Verkehrsbetriebe den Wunsch erfüllen.

Die Nachtbusse sollen in der Nächten von Freitag auf Samstag sowie von Samstag auf Sonntag auf acht Linien zwischen 1 und 4 Uhr im Stundentakt verkehren. Dabei gelten die normalen Tarife - also 2,10 Euro für die einfache Fahrt für Erwachsene. Aufschläge wie in anderen Städten werden nicht erhoben.

Weiterhin wird mit den Zusatz-Einnahmen der Studenten eine Verstärkung der Linie Innenstadt - Zentral-Campus - Universitätsmedizin - Nord-Campus - Faßberg finanziert. Bis zu sechs Mal pro Stunde werden Busse ab 1. November den Zentral-Campus mit dem Nord-Campus verbinden. Auch das war ein Wunsch der Studenten.

Unterdessen läuft in dieser Woche die Werbung für das neue Stadtbusnetz an - zum Beispiel an Haltestellen sowie mit Flyern. Im September startet dann eine zweite Werbe-Phase.

Folgende Neuerungen bietet das künftige Göttinger Stadtbusnetz: 

• Es gibt neue Liniennummern. Damit bekommt jeder Endpunkt eine eigene Liniennummer. Bislang sind unterschiedliche Ziele unter einer Liniennummer zusammengefasst. Das führt oft zu Problemen.

• Die Anschlüsse werden besser aufeinander abgestimmt. Bislang muss man oft hetzen, um noch den Anschlussbus zu erreichen. Künftig erreichen die Busse zeitversetzt an den Umsteige-Haltestellen in der Innenstadt.

• Montags bis freitags zwischen 6 und 8 Uhr wird die Mehrzahl der Linien über den Bahnhof geführt, damit Schüler und Berufspendler noch optimaler die Stadtbusse nutzen können.

• Es entstehen zahlreiche neue Direktverbindungen: Zukünftig kann man zum Beispiel von den Zietenterrassen über das Zentrum, das Klinikum, den Nord-Campus bis Nikolausberg fahren. (bsc)

Kontakt: Göttinger Verkehrsbetriebe, Gustav-Bielefeld-Straße 1, 37079 Göttingen Tel. 0551/38444-0. 

www.goevb.de

Hintergrund:

 90 Busse sind im Liniennetz unterwegs

Etwa 90 Busse sind im Liniennetz Göttinger Verkehrsbetriebe unterwegs. Das Netz ist notwendig geworden, da sich die Stadt in den vergangenen 15 Jahren verändert hat und an vielen Stellen gewachsen ist.

Michael Neugebauer, Chef der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB), betonte, dass das neue „Bürgernetz“ das Ergebnis einer umfangreichen Bürgerbeteiligung ist. Viele Anregungen habe man in das Netz mit aufgenommen.

Lob für die speziellen Ergänzungen für Studenten im Liniennetz kommt vom Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) der Uni Göttingen: Tobias Scholz lobte, dass die Verkehrsbetriebe die Anregungen der Studenten aufgenommen haben.

GöVB-Chef Neugebauer wies mit Blick auf den möglichen Andrang von Studenten mit Fahrrädern auf die Stadtbusse darauf hin, dass Rollstühle und Kinderwagen Vorrang bei der Beförderung vor den Fahrrädern haben. (bsc)

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