Südniedersachsenplan: Witt blickt in die Fördertöpfe

Regionalbüro für Südniedersachsen: Um die Förderung zum Zukunftsprojekten kümmert sich ab sofort Dr. Ulrike Witt (4.v.l.). Bei der Vorstellung dabei waren (von links) Göttingens Landrat Bernhard Reuter, Holzmindens Landrätin Angela Schürzeberg, die beiden Landesbeauftragten Karin Beckmann und Matthias Wunderling-Weilbier sowie Dr. Holger Meyer von der Staatskanzlei. Foto: Schlegel
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Regionalbüro für Südniedersachsen: Um die Förderung zum Zukunftsprojekten kümmert sich ab sofort Dr. Ulrike Witt (4.v.l.). Bei der Vorstellung dabei waren (von links) Göttingens Landrat Bernhard Reuter, Holzmindens Landrätin Angela Schürzeberg, die beiden Landesbeauftragten Karin Beckmann und Matthias Wunderling-Weilbier sowie Dr. Holger Meyer von der Staatskanzlei. Foto: Schlegel

Göttingen. Dr. Ulrike Witt (51) soll ab sofort Zukunftsprojekte für Südniedersachsen auf den Weg bringen. Sie wurde am Freitag als Leiterin des Projektbüros für die Region vorgestellt.

Mit ihrer Mannschaft soll sie als Chefin des Projektbüros für die Beratung, Initiierung und Entwicklung von Projekten und Projektanträgen für das Südniedersachsenprogramm zuständig sein. Unterstützt wird die promovierte Historikerin, die in Göttingen wohnt, von Mitarbeitern, die aus den Verwaltungen der Kreise Göttingen, Osterode, Northeim, Goslar, Holzminden und der Stadt Göttingen kommen.

Durch das Südniedersachsenprogramm sollen ab 2015 insgesamt 100 Millionen Euro in die Region fließen. Die eine Hälfte kommt von der Europäischen Union, die andere Hälfte vom Land sowie den beteiligten Kommunen. Damit soll die Struktur der Region verbessert werden, um sie dauerhaft zukunftsfähig zu machen. Ein mögliches Projekt könnte nach Ansicht von Göttingens Landrat Bernhard Reuter der Ausbau des schnellen Internets im ländlichen Raum sein.

Projektbüroleiterin Dr. Witt, die auch Vorsitzende des Göttinger Kreisverbandes der Arbeiterwohlfahrt ist, war bislang stellvertretende Leiterin des Referats „Ingenieurwissenschaften und Wissenstransfer“ im Wissenschaftsministerium in Hannover. Eine ihrer zentralen Aufgaben dabei war das Anzapfen von Fördertöpfen der Europäischen Union. Diese Arbeit will sie in den kommenden Jahren in Südniedersachsen fortsetzen. Das Projektbüro, das als Ansprechpartner für Städte, Gemeinden, Kreise, Unternehmen und öffentliche Einrichtungen dienen will, ist im Amt für Landentwicklung an der Danziger Straße in Göttingen untergebracht.

Kritik von der FDP

Kritik an der Besetzung der neuen Stelle in Göttingen kommt vom Einbecker FDP-Abgeordneten Christian Grascha: „Die auserkorene Leiterin ist bei der SPD in Göttingen engagiert. Deshalb wollen wir wissen, ob die Stelle ordentlich ausgeschrieben wurde und wie viele Bewerbungen es gab. Außerdem interessieren uns die Kriterien, nach denen die Auswahl getroffen wurde“, sagte der Landtagsabgeordnete. Grascha hat dazu eine Anfrage an die rot-grüne Landesregierung gestellt. „Bisher ist das Südniedersachsenprogramm ein Papiertiger“, so die Einschätzung des FDP-Politikers. (bsc)

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