Eröffnung im Sommer 2022

Surfen wie auf der Eisbachwelle in München: Bau der Leinewelle in Hannover soll bald starten

Ein Mensch surft auf der Leinewelle, einige Menschen sehen zu
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Publikumsmagnet: Das soll das Surfprojekt „Leinewelle“ in der Nähe des Niedersächsischen Landtags in Hannover werden, wie auf der Visualisierung zu sehen ist.

Nach dem Vorbild der Münchner Eisbachwelle soll auch in Hannover eine neue Touristenattraktion entstehen: die Leinewelle. Die Bauarbeiten sollen bald starten.

Hannover – Was in München längst Kult ist, soll sich auch in Hannover etablieren und zur Touristenattraktion werden: Das Surfen mitten in der Stadt auf einer Welle in der Leine. Nach jahrelanger Planung soll der Bau der Leinewelle für Surfer neben dem Landtag in Hannover nun Ende Juni starten.

2022 sollen dann Surferinnen und Surfer die künstlich erzeugte Welle nutzen können. Vorbild ist die bekannte Münchner Eisbachwelle, die auch eine Touristenattraktion ist.

Leinewelle in Hannover: Kosten von 1,4 Millionen Euro

Die Kosten seien aufgrund der Preisentwicklung in der Baubranche um knapp 200 000 Euro auf etwa 1,4 Millionen Euro gestiegen, teilte das Surf-Projekt am Mittwoch mit. Der Verein Leinewelle treibt das Projekt seit 2013 voran. Eigentlich hatte die Region Hannover die künstlich erzeugte Welle schon Anfang 2019 genehmigt.

Der Fischereiverband Hannover hatte erfolglos gegen den Bau der Wassersport-Welle geklagt. Surfer und Angler betonen inzwischen, dass sie sich gemeinsam für die Artenvielfalt in der Leine einsetzen.

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Leinewelle in Hannover: Sauberes Gewässer für Surfer und Angler

„Es ist unser aller Wunsch, dass das Surfen keinen negativen Einfluss auf die Artenvielfalt im Gewässer hat“, sagte Sebastian Stern von der Leinewelle. Eine sportliche Nutzung stehe nicht im Konflikt mit der Natur.

Der Vizepräsident des Anglerverbandes Niedersachsen, Heinz Pyka, weist die große Artenvielfalt des innerstädtischen Flussabschnittes hin. Surfer und Angler seien beide auf saubere Gewässer angewiesen. „Unsere gemeinsame Aufgabe muss es sein, den Lebensraum unter der Wasseroberfläche zu schützen und zu verbessern“, sagte Pyka.

Auch ein werbefreier Radiosender in Göttingen trägt den Namen „Leinewelle“. Er ist über das Internet zu empfangen. (Thomas Kopietz mit dpa)

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