Systemgastronomie: Gewerkschaft fordert deutliches Lohn-Plus

Ein Burger: Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten übt Kritik an der Bezahlung der Mitarbeiter in der Systemgastronomie. Foto: NGG/nh

Göttingen. Kritik am Bundesverband der Systemgastronomie (BdS) übt die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

Der Grund: Der Verband, zu dem Marken wie Burger King, McDonald’s oder Nordsee gehören, sperrt sich laut Gewerkschaft gegen ein kräftigeres Lohn-Plus. Die Unternehmen wollen nur den Mindestlohn zahlen.

Bundesweit sind bei den zum BdS gehörenden Unternehmen mehr 100 000 Männer und Frauen in 2700 Restaurants und Cafés beschäftigt. Von einem neuen Tarifvertrag würden neben den beiden großen Fastfood-Ketten Burger King und McDonald’s auch Beschäftigte bei Starbucks, KFC, Vapiano sowie Tank & Rast profitieren, die auch in Südniedersachsen vertreten sind. Für die Mitarbeiter hatten die Arbeitgeber zuletzt einen Stundenlohn von 8,84 Euro in der ersten sowie 8,89 Euro in der zweiten Lohngruppe angeboten, berichtet Manfred Tessmann von der Gewerkschaft NGG. „Das ist ein Schlag ins Gesicht aller heimischen Beschäftigten. Denn schon per Gesetz würden sie letztlich dasselbe verdienen“, sagt Tessmann. Der Mindestlohn liegt aktuell bei 8,50 Euro pro Stunde. Er steigt zum 1. Januar auf 8,84 Euro.

Die NGG fordert ein Lohn-Plus von mindestens sechs und damit Stundenlohn von mehr als neun Euro. Die Systemgastronomie müsse endlich aus dem Niedriglohnbereich herauskommen, so die Gewerkschaft. (bsc)

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