Kulturausschuss sieht noch Beratungsbedarf in den Gremien der beiden Theater

Theater-Kooperation liegt noch auf Eis

Göttingen. Die Neuorganisation der Göttinger Theaterlandschaft und speziell die Zusammenarbeit der Häuser Junges Theater (JT) und Deutsches Theater (DT) – wir berichteten – muss in die politische Ehrenrunde.

Im Kulturausschuss der Stadt wurde die Abstimmung über die von der Verwaltung vorgelegte Finanzplanung für die Jahre 2014 bis 2017 noch einmal vertagt. Grund: Den Theatern soll Zeit zur Beratung gegeben werden. So hat es im Deutschen Theater noch keine Aufsichtsratssitzung nach der gerade beendeten Sommerpause gegeben. Die nächste findet erst im September statt.

Das Konzept sieht eine Zusammenarbeit der Theater auf Basis eines Kooperationsvertrages vor. Darin festgeschrieben werden soll eine Zusammenarbeit in den Bereichen Werkstatt/Technik, Verwaltung/Buchhaltung und Sparte Junges Theater. Hier sollen nach Vorstellung – auch von Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck – Spielpläne abgesprochen, die Schulen gemeinsam angeschrieben werden und – noch wichtiger – auch gemeinsame Produktionen angegangen werden. Grundsätzlich hätten sich die Intendanten der Theater, Udo Eidinger (JT) und Erich Sidler (DT, ab August 2014) darauf geeinigt. Die Detailabsprachen müssen aber noch erfolgen.

Finanziell will die Stadt alles versuchen, das Junge Theater wieder in eine institutionelle Förderung des Landes zu bekommen. Die gab es seit 2005 nicht mehr. Seitdem schwebe das JT zwischen verschiedenen Fördermodellen. Mit dem Resultat, dass es keine dauerhafte Landesförderung mehr gab. „Das soll und kann sich ändern“, sagte Schlapeit-Beck. Die Verhandlungen mit dem Land laufen. Das JT müsste dann etwa 40.000 Euro pro Jahr vom Land bekommen, damit der Finanzplan ausgeglichen werden könnte. Zusammen müssen die beiden Theater im Zuge des Zukunftsvertrages der Stadt 180.000 Euro (2014), 200.000 Euro (2015), 225.000 Euro (2016) und 250.000 (ab 2017) einsparen. (tko)

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