Uraufführung in Worms

Theaterstück „Luther“ von Lukas Bärfuss erscheint in Göttinger Wallstein Verlag als Buch

Lukas Bärfuss
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Schriftsteller Lukas Bärfuss

Das Theaterstück „Luther“ von Lukas Bärfuss wird am 16. Juli bei den Nibelungen-Festspielen in Worms uraufgeführt. Es ist in dieser Woche in Buchform beim Göttinger Wallstein Verlag erschienen.

Göttingen/Worms – Der Band umfasst nach Verlagsangaben noch zwei weitere Stücke des Autors: Die Gender-Groteske „Frau Schmitz“ sowie „Julien“, eine Dramatisierung von Stendhals Roman „Rot und Schwarz“ aus dem Jahr 1830.

2021 jährt sich Luthers berühmte Widerrufsverweigerung auf dem Wormser Reichstag zum 500. Mal. Bei den in Worms veranstalteten Nibelungen-Festspielen soll aus diesem Anlass statt des üblichen Hebbel-Dramas „Die Nibelungen“ das Stück „Luther“ von Bärfuss zur Uraufführung kommen. Der Reformator Martin Luther (1483-1546) weigerte sich am 18. April 1521 vor Kaiser Karl V., seine reformatorischen Schriften zu widerrufen.

Luther selbst kommt in dem Theaterstück als handelnde Figur zwar nicht vor, sein Wirken spiegelt sich aber im Handeln der anderen Figuren – seien es Vertreter der weltlichen Macht wie am kurfürstlichen Hof in Brandenburg oder Vertreter der geistlichen Macht wie Papst Leo X. in Rom. Bärfuss spürt Luther vor allem als öffentlicher und politischer Persönlichkeit nach und erzählt dessen Biografie als Staatsaffäre zwischen Machtintrige und Religionskampf.

Lukas Bärfuss, geboren im Jahr 1971 in Thun in der Schweiz, ist Dramatiker, Romancier und Essayist. Seine Stücke werden weltweit gespielt, seine Romane sind in zwanzig Sprachen übersetzt.

Der Schriftsteller ist Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und lebt in Zürich. Er wurde unter anderem mit dem Berliner Literaturpreis, dem Schweizer Buchpreis, dem Nicolas-Born-Preis des Landes Niedersachsen und dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel, mit epd)

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