Tina-Projekt für Langzeitarbeitslose: Frischer Wind für die Quelle

Freuen sich über das Projekt Tina: (von links) Friedel Bauer (Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung), Karl-Aloys Bütefisch (Vorsitzender Dorfverschönerungsverein Eddigehausen), Uwe Lutz Poller (stellvertretender Ortsbürgermeister Eddigehausen), Landrat Bernhard Reuter und Bovendens Gemeindebürgermeisterin Heidrun Becker an der Quelle Mariaspring, wo Tina nun weitergeht. Foto: Schröter

Eddigehausen. Drei Jahre ist es her, das im Landkreis Göttingen das Projekt „Touristische Infrastruktur und Naherholung“ (Tina) zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen ausgelaufen ist. Mit der Instandsetzung der Quelle Mariaspring in Eddigehausen bei Bovenden wird es nun fortgesetzt.

„Das Projekt Tina verfolgt zwei Ziele“, sagte Landrat Bernhard Reuter während eines Ortstermins an der Quelle. „Es bietet Langzeitarbeitslosen die Chance, sich wieder für den Arbeitsmarkt zu empfehlen und es hilft gleichzeitig, die touristische Infrastruktur zu erhalten und zu verbessern.“ Schon deswegen sei es „ein sehr gutes Projekt“.

Während einer ersten Laufzeit in den Jahren 2008 bis 2011 wurden im Rahmen von Tina bereits eine Reihe touristischer Maßnahmen umgesetzt wie der Barfußpfad Nienhagen, Wanderwegemarkierungen im Stadtwald Göttingen, das Wanderwegekonzept Göttinger Land oder die Instandsetzung der Köhlerhütte am Hengstberg bei Groß Lengden. „Das waren alles Arbeiten, die von ehrenamtlich tätigen Vereinen mit eigenen Mitteln nicht gestemmt werden konnten oder für die in den Kommunen das Geld fehlte“, so Reuter. Umgesetzt wurden sie von Menschen, die selbst der Unterstützung bedurften und denen so geholfen werden konnte. Eine echte win-win-Situation also.

Auch bei der Neuauflage des Projekts kommen Anregungen für Vorhaben von Vereinen, Wanderwegewarten, Ortsheimatpflegern oder direkt von den Kommunen. „Derzeit sind wir hier an der Quelle Mariaspring und in Obernfeld bei Duderstadt im Einsatz, wo ein Storchennest aufgestellt wurde“, berichtete Friedel Bauer von der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB), die als Projektträger fungiert. Die Arbeiten könnten aber auch dem Erhalt von Sehenswürdigkeiten, der Beschilderung und dem Ausbau von Wanderwegen oder der Schaffung neuer Touristenattraktionen in der Region dienen. Im Altkreis Münden würden derzeit Vorschläge und Anregungen gesammelt.

„Das Projekt Tina ist eine wunderbare Gelegenheit, wie sich Ziele des Landkreises und Teile unseres Vereines zusammenbringen lassen“, meinte Karl-Aloys Bütefisch, Vorsitzender des Dorfverschönerungsvereins Eddigehausen, der sich den Erhalt der Quelle Mariaspring auf die Fahnen geschrieben hat. Das mit 100 000 Euro vom Bund geförderte Projekt ist zunächst befristet auf sechs Monate und beschäftigt zurzeit 28 Langzeitarbeitslose. „Es ist aber möglich, dass diese Zahl noch auf 40 steigt“, sagte Friedel Bauer. (per)

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