Viel Lob

Tina-Projekt für Langzeitarbeitslose: Wenn Wolle zu Garn wird

Projekt Tina: Teilnehmer Klaus-Dieter Lehmann bei der Arbeit im Maschinensaal der Historischen Spinnerei im Gartetal. Foto: Schröter

Göttingen. Das Projekt Tina (Touristische Infrastruktur und Naherholung) ist nach mehrjähriger Pause im Kreis Göttingen wieder aufgenommen worden. Die Ergebnisse lesen Sie hier.

Drei Monate ist es her, dass das Projekt  zur Qualifizierung von Langzeitarbeitslosen nach mehrjähriger Pause wieder aufgenommen wurde. Am Montag informierte sich Landrat Bernhard Reuter über die bisherigen Erfolge. „Das ist ein tolles Projekt, das mich sehr überzeugt“, zeigte sich Reuter zufrieden mit dem, was er zu hören bekam. Friedel Bauer von der Gesellschaft für Arbeits- und Berufsförderung (GAB), die als Projektträger fungiert, sowie die drei Leiter der Projekte in Hann. Münden, in der Historischen Spinnerei im Gartetal und in Duderstadt hatten von Maßnahmen berichtet, an denen zurzeit insgesamt 40 Langzeitarbeitslose beteiligt sind. Der Landrat erfuhr vom Barfußpfad in Nienhagen, der repariert wurde, vom Zick-Zack-Weg an der Tillyschanze, der wieder hergerichtet wurde, von Projekten in verschiedenen Duderstädter Ortschaften und von der Instandsetzung des alten Maschinensaals in der Historischen Spinnerei im Gartetal.

Viel Lob fürs Projekt

Deren Fördervereins-Vorsitzender Jürgen Heese war voll des Lobes. „Die Zusammenarbeit mit der GAB hat unserem Verein so gut getan, dass ich es kaum in Worte fassen kann“, sagte er. Sein Ziel sei es, dass im nächsten Jahr in der Spinnerei wieder Wolle gesponnen werden kann. „Und ich hoffe inständig, dass das Projekt Tina so lange läuft, bis wir dieses Ziel erreicht haben.“

Und Landrat Reuter machte Hoffnung. „Wir gehen davon aus, dass die Tina-Projekte auch im kommenden Jahr weiterlaufen werden“, sagte er. Das sei allein deshalb wichtig, weil Tina zwei Ziele verfolge: Es bietet Langzeitarbeitslosen die Chance, sich wieder für den Arbeitsmarkt zu empfehlen und es hilft gleichzeitig, die touristische Infrastruktur zu erhalten und zu verbessern. Während einer ersten Laufzeit in den Jahren 2008 bis 2011 waren im Rahmen der vom Bund geförderten Maßnahme bereits eine Reihe touristischer Projekte umgesetzt worden wie der Barfußpfad Nienhagen, Wanderwegemarkierungen im Stadtwald Göttingen oder das Wanderwegekonzept Göttinger Land. „Alle Arbeiten, die im Rahmen von Tina ausgeführt werden, können von ehrenamtlich tätigen Vereinen mit eigenen Mitteln nicht gestemmt werden und in den Kommunen fehlt dafür das Geld“, sagt Bernhard Reuter. Umgesetzt würden sie nun von Menschen, die selbst der Unterstützung bedürfen und denen so geholfen werden kann – also eine echte „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten. (per)

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