Niedersachsen und Bund sollen einsteigen

Touristenziel: Grenzlandmuseum Eichsfeld sucht neue Finanzquellen

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Treffen am Museumseingang: (von links) Dingelstädts Bürgermeister Andreas Fernkorn, Horst Dornieden (Vorsitzender des Trägervereins Grenzlandmuseum), Marko Grosa (Bürgermeister Leinefelde-Worbis), HVE-Geschäftsführerin Ute Morgenthal, HVE-Vorsitzender Gerold Wucherpfennig, der frühere Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte Bürgermeister und dessen Nachfolger Thorsten Feike. Heiligenstadts Stadtchef Thomas Spielmann war verhindert.

Die Finanzierung des Grenzlandmuseums Eichsfeld in Teistungen soll auf breitere Füße gestellt werden.

Das Land Thüringen gibt jährlich 250.000 Euro als institutionelle Förderung. Derzeit laufen Verhandlungen mit Stellen in Niedersachsen, damit sich das Nachbarland mit 50.000 Euro beteiligt. Das, so der frühere Duderstädter Bürgermeister Wolfgang Nolte und Horst Dornieden vom Vorstand des Trägervereins Grenzlandmuseum, wäre das Signal für den Bund, ebenfalls einzusteigen.

Beide appellierten an die Bundesregierung, ihre Verantwortung für die Aufarbeitung der DDR-Geschichte wahrzunehmen, dazu gehöre gerade auch das Grenzgebiet. Nolte und Dornieden äußerten sich bei einer Pressekonferenz des Vereins HVE Eichsfeld-Touristik. Der Verein hatte die Bürgermeister der Eichsfeldstätte erstmals in die Bildungsstätte des Museums eingeladen. Denn es ist mit mehr als 50.000 Besuchern im Jahr eine der Säulen des Tourismus im Eichsfeld.

Duderstadt, Leinefelde-Worbis, Dingelstädt und Heiligenstadt rüsten für das Jubiläum 30 Jahre Wiedervereinigung – sie wollen dabei an einem Strang ziehen. Auch das Grenzlandmuseum wird in diesem Jahr 30 Jahre alt.

Gerold Wucherpfennig, früherer Thüringer Minister und Vorsitzender der Eichsfeld-Touristik, stellte den Medien eine Novität vor: Im Auftrag des Vereins wurde ein Spiel unter dem Motto „Eine Runde auf Eichsfelds Grunde“ entwickelt. Die Erstauflage beträgt 1500 Exemplare. Mit Hilfe von Sponsoren, darunter sind die Regionalbanken, ist es möglich, alle 60 Grundschulen im Eichsfeld mit je einem Exemplar auszustatten. Erhältlich ist es aber auch für 17,90 Euro in Tourist-Informationen, in Hotels und Gaststätten und im Handel.

Freut sich über das Eichsfeld-Brettspiel: Duderstadts Bürgermeister Thorsten Feike.

Spielerisch soll die Region erkundet werden – gewürzt mit vielen kniffligen Fragen zur Geschichte und Geografie. Die spielerische Wanderung endet am Seeburger See.

Nach wie vor boomt der Eichsfeld-Tourismus, man ist stolz auf steigende Gästezahlen. Übernachtungen inbegriffen, habe man beispielsweise im Jahr 2018 eine Wertschöpfung von 83,5 Millionen Euro erzielt. Denn jeder Gast lässt Geld in Gaststätten und Läden. Landschaftlich, so Wolfgang Nolte, sei das Eichsfeld einmalig. Er spricht von der „Toskana des Nordens“.

Der Verein HVE lädt in diesem Jahr nach Obernfeld bei Duderstadt ein: Die Gemeinde ist vom Freitag bis Sonntag, 26. bis 28. Juni, Gastgeber der Eichsfeldtage. Erwartet werden bis zu 10 000 Besucher. Der HVE ist seit drei Jahrzehnten Dachverband für den Tourismus im Eichsfeld einschließlich des Altkreises Dudertstadt. Ihm gehören Kommunen und Verkehrsvereine an.

Weitere Informationen gibt es hier.

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