Transplantationsprozess: Pflegepersonal sagt aus

Göttingen. Im Verfahren gegen den ehemaligen Leiter der Transplantationsmedizin der Universitätsmedizin Göttingen wird am Dienstag die Vernehmung von Zeugen, Mitarbeitern der UMG, vor dem Landgericht Göttingen fortgesetzt.

Der stellvertretende Pflegeleiter einer Station sagte aus, dass das Pflegepersonal dem Zentrum allgemein angebotene Spenderlebern annehmen sollte. So hatte es Dr. O. angewiesen.

Eine schnelle Reaktion sei notwendig, weil sonst die Organe an andere Zentren gehen. Auffälligkeiten bezüglich manipulierter Blutwerte und Untersuchungen habe er nicht beobachtet. Lediglich komme es etwa einmal im Vierteljahr vor, dass Blutproben nach der Abnahme von Studenten vertauscht würden. Das werde aber immer bemerkt. Auch habe der Pfleger nie bemerkt, dass alkoholisierte oder noch nicht lange genug abstinente Alkoholiker für eine Transplantation vorbereitet worden seien. (tko)

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