Organskandal: Ermittlungen gegen zweiten leitenden Mediziner

Transplantationsskandal: Tötungsverdacht gegen Klinik-Ärzte

Uni-Klinik Göttingen: Der Skandal um Transplantationen weitet sich aus. Nun wurde ein Abteilungsdirektor für Gastroenterologie beurlaubt.

Göttingen. Der Skandal um die Manipulationen bei Leberverpflanzungen an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) weitet sich aus.

Am Mittwoch wurde der ärztliche Abteilungsdirektor der Gastroenterologie beurlaubt, weil sich der Verdacht der Mithilfe oder eigenmächtigen Manipulation an Patientenakten im Falle des ärztlichen Direktors erhärtet habe, teilte UMG-Sprecher Stefan Weller mit.

Unterdessen hat sich auch die Staatsanwaltschaft Göttingen eingeschaltet und prüft den Verdacht der fahrlässigen Tötung gegen beide Ärzte.

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Die Universitätsmedizin Göttingen hatte den Verdacht gegen den Abteilungsdirektor an die Staatsanwaltschaft Braunschweig gemeldet, die die Durchsuchung der Diensträume und Wohnung des Mediziners am Mittwoch veranlasste. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig bestätigte das Vorgehen. In 23 Fällen werde gegen den im Dezember 2011 entlassenen ehemaligen Chef der Transplantationsmedizin und den nun beurlaubten ärztlichen Direktor ermittelt. Der Vorwurf lautet Bestechlichkeit.

Transplantations-Skandal am Uniklinikum Göttingen

Transplantations-Skandal am Uniklinikum Göttingen
Transplantations-Skandal am Uniklinikum Göttingen © Kopitz
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Transplantations-Skandal am Uniklinikum Göttingen
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Am vergangenen Freitag war bekannt geworden, dass aus bisher einem Fall der möglichen Manipulation von Laborwerten und Warteliste für Leber-Transplantationspatienten etwa 25 Fälle geworden sein könnten, wie die Bundesärztekammer festgestellt und mitgeteilt hatte. Grundsätzlich hat sich deshalb aus Sicht der Universitätsmedizin auch der dringende Verdacht auf Manipulationen und Verstöße gegen die Richtlinien zur Organtransplantation erhärtet, wie UMG-Sprecher Stefan Weller mitteilt.

Artikel aktualisiert um 16.40 Uhr.

Der zunächst verdächtige 45-jährige Mediziner der Transplantationschirurgie bestreitet nach Angaben der UMG derweil die Vorwürfe.

Keine Angaben wurden seitens der Klinik zu weiteren Einzelheiten der Ermittlungen und zu den Verdächtigungen gemacht, dass eventuell weitere Mitarbeiter an dem Fall beteiligt sein könnten. (tko/pid)

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