Trauerfeier in Duderstadt

Trauer um die engagierte Naturschützerin Inge Sielmann

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Starb kurz vor ihrem 89. Geburtstag: Inge Sielmann. Sie war Ehrenvorsitzende der Sielmann-Stiftung.

Sie ließ ihrem Ehemann, dem Tierfilmer Heinz Sielmann, stets den Vortritt. Dabei war sie selbst eine engagierte Naturschützerin: Inge Sielmann starb am Montag in München kurz vor ihrem 89. Geburtstag.

Die Sielmann-Stiftung trauert um seine Ehrenvorsitzende. Nach dem Tod ihres Mannes im Jahr 2006 führte sie das gemeinsame Lebenswerk fort und übernahm den Vorsitz im Stiftungsrat. Im Juni 2017 zog sie sich davon zurück. Als Ehrenvorsitzende blieb sie der Stiftung bis zuletzt aktiv verbunden.

„Für den Natur- und Artenschutz in der Bundesrepublik Deutschland hat Inge Sielmann als private Stifterin eine über Generationen hinweg wegweisende Rolle gespielt“, sagte Michael Beier, Vorstandsvorsitzender der Heinz Sielmann Stiftung. Ihr Engagement wurde im vergangenen Jahr mit dem Deutschen Umweltpreis ausgezeichnet.

Die große Liebe zur Natur hatte die gebürtige Hamburgerin, die 1930 zur Welt kam, von ihrem Vater geerbt. Diese Gemeinsamkeit verband Inge und Heinz Sielmann während ihrer 55-jährigen Ehe intensiv miteinander. Das Paar hat mitunter nächtelang im Schneideraum zugebracht und gearbeitet. Sie zeigten mit ihren Beiträgen die Schönheit der Natur.

Sie brachten dabei Artenvielfalt aus fünf Kontinenten in die Wohnzimmer Deutschlands, um damit ein Bewusstsein für den Natur- und Artenschutz, aber auch für die Auswirkungen der menschlichen Eingriffe ins Ökosystem zu schaffen. Heinz Sielmann suchte dabei stets ihren Rat. Sie schnitt die Grobfassung für einige seiner Filme.

Im fortgeschrittenen Alter hat das Paar ein weiteres Herzensprojekt ins Leben gerufen: Sie gründeten 1994 die Heinz Sielmann Stiftung als bundesweit tätige Naturschutzstiftung.

Die Trauerfeier für Inge Sielmann beginnt am Freitag, 26. April, um 11 Uhr in der St. Servatius-Kirche in Duderstadt. 

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