Trittin will wissen, warum B27-Umgehung bei Waake teurer wird

Blick auf die Ortsumgehung Waake: Die Kosten für das Projekt haben sich von 12,2 auf 18,2 Millionen Euro erhöht. Foto: Rampfel

Bundestagsabgeordneter Jürgen Trittin (Bündnis 90/Die Grünen) hat zur Ortsumgehung Waake eine kleine Anfrage gestellt. Er möchte wissen, warum das Projekt deutlich teurer wird.

Laut Trittin waren die Kosten für das Projekt von der Straßenbauverwaltung in Goslar zu Beginn der Bauarbeiten vor mehr fünf Jahren noch auf 12,2 Millionen Euro beziffert worden. Jetzt kostet die Umgehung der Bundesstraße 27 18,2 Millionen Euro, also etwa 50 Prozent mehr. Aus Anlass der Verkehrsfreigabe am 18. August möchten will er nun wissen, welche Kostensteigerungen es bei der „nicht besonders spektakulären“ Ortsumgehung gegeben hat.

Auch bei der Ortsumgehung Westerode und der Ortsumgehung Barbis gab es eklatante Kostensteigerungen, so Trittin. Für ihn stellt sich die Frage, warum die Kosten zu niedrig angesetzt wurden und so der „Nutzen des Projekts durch die rosarote Brille betrachtet“ wurde. In Hinblick auf die Ortsumgehung Mackenrode fragt sich Trittin, ob auch bei diesem Projekt so vorgegangen wurde. Und das für ein Projekt, das nicht mal im vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans stand.

Besser Erhalt von Straßen

Trittin fordert: „Es muss deutlich mehr Geld als bisher in den Substanzerhalt von Straßen investiert werden.“ Die verbleibenden knappen Mittel für Aus- und Neubau müssen aus Sicht von Trittin gezielt in die Vorhaben mit dem größten Nutzen fließen.

„Doch was passiert. Dobrindt und seine große Betonkoalition machen weiter wie bisher“, kritisiert der Grünen-Abgeordnete. Von 2,6 Milliarden Euro neuer Mittel geht laut Trittin die Masse in Aus- und Neubau, davon 600 Millionen nach Bayern, 500 Millionen Euro nach Baden-Württemberg und 300 Millionen Euro nach Hessen. „Die reichsten Bundesländer dürfen neu bauen. Derweil zerfällt die Substanz im Rest der Republik“, sagt Trittin.

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