Über Bundesschnitt: Besonders viele Abiturienten im Landkreis Göttingen

Rubrikenistenbild: dpa

Göttingen. Im Landkreis Göttingen machen im Bundesvergleich überdurchschnittlich viele Schüler das Abitur an allgemeinbildenden Schulen. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes für 2013 weisen für den Landkreis eine Quote von 41,6 Prozent aus, 1034 von 2485 Schulabgängern schafften demnach 2013 das Reifezeugnis, darunter waren 56,3 Prozent Frauen. Nicht berücksichtigt sind die Abschlüsse an berufsbildenden Schulen.

Bundesweit ermittelten die Statistiker eine Abi-Quote von 36 Prozent. Zum Vergleich: Im Jahr 2000 machte etwa jeder vierte Schüler das Abitur, die Quote lag bei rund 25 Prozent.

Der Schuldezernent der Stadt Göttingen, Siegfried Lieske, nannte kürzlich im HNA-Gespräch als einen Grund für die hohe Abi-Quote, die Präsenz der gutbesuchten Gymnasien. Hinzu kämen aber auch die steigenden Abitur-Abschlüsse an den Integrierten Gesamtschulen.

Die Zahlen für den Landkreis Göttingen zeigen auch, dass sich seit 2000 das Bild in der Schullandschaft gewandelt hat: In den 13 Jahren hatte sich die Zahl der Schüler mit Abschlüssen um etwa 400 verringert. Aber: Dennoch wurden 120 mehr Abiturienten gezählt.

Immer weniger Schüler im Landkreis machen einen Hauptschulabschluss: 2013 waren es 256, das sind gut zehn Prozent. Auffällig: Darunter sind deutlich mehr Männer (58,2 Prozent).

Die Quote der Jugendlichen, die einen Hauptschulabschluss in der Tasche hatten, sank bundesweit in den Jahren 2000 bis 2013 von 25 auf 17 Prozent.

Übrigens: Nicht alle Mädchen und Jungen mit Real- und Hauptschulabschlüssen kehrten 2013 der Schulbank den Rücken: Viele wechselten anschließend an berufsbildende Schulen, um höherwertige Abschlüsse nachzuholen oder sich bis zur Hochschulreife hochzuarbeiten. Aber: Es gibt auch viele, die keinen Abschluss schafften: 103 Schüler traf dieses Schicksal 2013. (yds/tko)

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