Feuerwehren, Bahn und Hilfsorganisationen proben Ernstfall im Rauhebergtunnel

Übung: An einem Wochenende entgleist ein ICE-Zug im Tunnel

Ort einer Großübung: Im Rauhebergtunnel bei Lippoldshausen und Meensen wird am Wochenende vom 17./18. Mai ein ICE-Unfall angenommen und das Zusammenspiel der Rettungskräfte geübt. Luftbild: Rampfel
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Ort einer Großübung: Im Rauhebergtunnel bei Lippoldshausen und Meensen wird am Wochenende vom 17./18. Mai ein ICE-Unfall angenommen und das Zusammenspiel der Rettungskräfte geübt. Luftbild: Rampfel

Landkreis Göttingen. „ICE-Unfall im Tunnel“. So lautet der Name einer Großübung der Rettungskräfte im Landkreis Göttingen in der Nacht von Samstag, 17. Mai, auf Sonntag, 18. Mai.

Stattfinden wird die Übung im Rauhebergtunnel nahe der Ortschaften Lippoldshausen und Meensen. Durch den Rauhebergtunnel rauschen die ICE-Hochgeschwindigkeitszüge auf der Strecke Hannover-Würzburg. Mit 5210 Metern ist er der zweitlängste Tunnel in Niedersachsen.

Bei der Übung wird ein Unfall angenommen – ein nach Norden fahrender Zug ist mitten im Tunnel entgleist, Zeitpunkt: 23.58 Uhr. Laut Übungsbeschreibung soll es mehrere eingeklemmte und verletzte Personen geben.

Die Übung hat das Ziel, die besonderen Herausforderungen einer Großschadenslage in einem langen Eisenbahntunnel durchzuspielen. Dabei werden die Einsatzstrategien der Gemeindefeuerwehren Hann. Münden und Dransfeld sowie alle weiteren Übungsteilnehmer für einen solchen Tunneleinsatz überprüft.

Konkrete Einsatzziele sind unter anderem die Strategie der Einsatzleitung, die Überprüfung der Zusammenarbeit der Hilfsorganisationen sowie die Zusammenarbeit mit Rettungszügen der Deutschen Bahn. Auch die Kommunikation an der Einsatzstelle und die Organisation der Einsatzleitung sollen getestet werden.

Im Vorfeld wurden für die Großübung auch realistische Unfalldarsteller und Selbstretter gesucht.

Die Unfalldarsteller werden am Abend zuvor bereits ab 18 Uhr in der Turnhalle des BBS II in Göttingen professionell geschminkt.

Die unverletzten Zugfahrgäste müssen nach dem „Unfall“ über eine Strecke bis zu 2000 Metern den während der ganzen Übung beleuchteten Tunnel zu Fuß verlassen.

Die Temperatur beträgt unabhängig von der Außentemperatur acht Grad Celsius. Spätestens um sechs Uhr morgens soll die Übung beendet sein. (ysr)

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