„Besser wären Fahrradplätze“

Umfrage: Das sagen Göttinger zur Parksituation am Wochenmarkt 

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Der Göttinger Wochenmarkt.

Göttingen. Würden die Parkplätze den Markt wirklich attraktiver gestalten? Wir haben bei Wochenmarkt-Kunden und -Beschickern nachgefragt.

Peter Paulus

Mit einem klaren „Nein“ kommentiert Peter Paulus diese Frage. Der 64-Jährige ist Rentner und besucht öfter den Wochenmarkt. „Die meisten Besucher kommen doch zu Fuß oder mit dem Bus und nicht mit dem Auto. Dorfbewohner, die mit dem Auto kommen würden, haben hingegen eigene Märkte in ihren Dörfern.“ Dazu müssten die Autos auf den Kurzzeitparkplätzen länger als die von der CDU überlegten 30 Minuten parken dürfen. „Gerade an den Samstagen ist der Markt sehr voll. Allein das Anstehen an den Ständen kann schon viele Minuten kosten“, so Paulus. Auch lebe der Markt vom Bummeln, Schlendern und dem Treffen von bekannten Gesichtern. „Nette Gespräche gehören einfach dazu. Da reichen 30 Minuten nicht immer aus.“

Anna Major

Eine ähnliche Meinung hat Anna Major. Die 28-jährige Göttingerin denkt nicht, dass mit Kurzzeitparkplätzen mehr Besucher zum Wochenmarkt kommen würden. „Besser wären weitere Fahrrad-Stellplätze. Viele Besucher kommen mit dem Fahrrad. Und für diese Leute ist hier noch zu wenig getan“, sagt sie. Tatsächlich sind die wenigen Stellplätze auch an Tagen mit einem geringen Besucheraufkommen schnell besetzt. Dann heißt es: Wer sein Rad liebt, der schiebt – auch auf dem Markt.

Dem Ordnungsamt entgehen

Kathrin Oppermann

Einen positiven Effekt von Kurzzeitparkplätzen verspricht sich Kathrin Oppermann. Die 26-Jährige arbeitet für die Gärtnerei Oppermann und ist oft auf dem Markt. „Es ist schlecht, dass das Parken bisher kostet. Gerade an Samstagen schreckt das einige Autofahrer ab, zum Markt zu kommen“, sagt Oppermann. Viele Besucher würden sich hetzen, damit sie dem Ordnungsamt entgehen können. „Kostenloses Parken würde den Markt zumindest etwas aufwerten.“

Francisco Exposito

Die Parkplätze alleine reichen zu einer Aufwertung des Marktes nicht, wie Francisco Expoito-Verdejo sagt. Der Ballenhäuser, der auf dem Markt mit seinem Stand „Gemüsegärtnerei Exposito“ vertreten ist, ist 58 Jahre alt und findet die Buspreise zu teuer. „Es ist ein Unding, dass eine Busfahrt von Ballenhausen zum Göttinger Markt fast fünf Euro kostet. Es würden mehr Besucher kommen, wenn die Preise niedriger wären. Ein wichtiger Schritt für den Wochenmarkt wäre die Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs.“ 

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Göttinger Wochenmarkt: Kein kostenloses Kurzzeitparken

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