Termine, Behandlungen und Operationen könnten ausfallen

Göttinger Uni-Klinik: Mittwoch und Donnerstag ist wieder Streik

Mitarbeiter der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) demonstrieren bei einem Warnstreik vor dem Hauptgebäude der Uni-Klinik, halten Transparente, so mit der Aufschrift: „Wir sind systemrelevant“ und „Ohne Röntgenbilder keine Diagnostik“.
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Warnstreik wiederholt sich: So wie am 16. November werden auch am Mittwoch und Donnerstag erneut Streikende an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) ihre Arbeit zeitweise niederlegen.

Patienten aufgepasst: Am Mittwoch, 24., und Donnerstag, 25. November, wird auch an der Uni-Klinik in Göttingen wieder gestreikt. Wer Termine hat, sollte sich erkundigen.

Göttingen – Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi hat im Tarifstreit im Öffentlichen Dienst erneut zum Warnstreik aufgerufen, in der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) wird deshalb am Mittwoch und Donnerstag die medizinische Versorgung teilweise nur eingeschränkt möglich sein – das gilt für den Zentral-OP, die ambulante und teilstationäre Versorgung.

Patienten, die für diese Tage Termine für Behandlungen haben, sollten in den behandelnden UMG-Kliniken anrufen, ob der Termin stattfinden kann.

Die Notfallversorgung ist gesichert, auch die der bereits aufgenommenen Patienten. Das teilte die UMG am Montagnachmittag mit. Die Notdienstvereinbarung mit der Gewerkschaft Verdi regelt die Versorgung der Notfallpatienten. Im Zentral-OP der UMG, beim Pflegedienst der Normal-, Intensiv- und IMC-Stationen ist eine Mindestbesetzung vereinbart. Ruf- und Bereitschaftsdienste bleiben erhalten. Auch im Gastronomiebereich muss mit Einschränkungen gerechnet werden.

Der Warnstreik kommt für die UMG-Verantwortlichen zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt. Das bestätigt auch der Vorstand Krankenversorgung Prof. Dr. Lorenz Trümper. „Der Warnstreik in dieser Woche wird die Krankenversorgung der UMG wieder deutlich treffen und das zu einem Zeitpunkt, an dem die Versorgung der Corona-Patienten am Uniklinikum dramatische Formen annimmt“, sagt Lorenz Trümper.

„Die Sicherheit der Behandlung aller unserer Patienten hat während der zwei Tage des Warnstreikes an der UMG natürlich höchste Priorität.“ In einigen Bereichen der Patientenversorgung, wie beispielsweise im Zentral-OP sowie in der ambulanten und teilstationären Versorgung, kann es zu Verzögerungen und Terminausfällen kommen.

Wie Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller mitteilt, werden sich Kollegen der UMG, der Uni und der weiteren Einrichtungen am Mittwoch an der zentralen Streikkundgebung auf dem Opernplatz in Hannover beteiligen, auf der Verdi-Vorsitzende Frank Werneke sprechen wird.

Für Donnerstag kündigt Wertmüller wieder Aktionen in Göttingen an. „Zwei Tage Warnstreik, das ist schon eine Ansage. Wir erwarten von unserem Gegenüber ein Angebot, das der Realität von 4,5 Prozent Inflationsrate, Fachkräftemangel und extremen Druck in den Krankenhäusern gerecht wird.“ (Thomas Kopietz)

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