Uni-Krebszentrum: Neuer Raum bietet Platz für Gespräche

Kleiner Raum, gemütliche Atmosphäre: (von links) Reinhard Heise (Blasenkrebs-Selbsthilfegruppe Göttingen), Pflegeexpertin Andrea Schmidt-Schweda, UMG-Vorstandsmitglied Dr. Sebastian Freytag, Dr. Helge Schumacher, Prof. Lorenz Trümper (beide Universitäts-Krebszentrum), Margitta Degener (Verein Horizonte) und Sponsorin Gül Jaeger (Möbel Jaeger) eröffneten die Begegnungsstätte. Foto: Tiede

Göttingen. Mehr als 1500 Teilnehmer schwitzten im Sommer beim „Lauf fürs Leben“ für den guten Zweck. Jetzt wurde vom Erlös eine Begegnungsstätte im Uni-Krebszentrum an der Von-Siebold-Straße eröffnet.

Mit dem Begegnungsraum wollen die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) und der Verein Horizonte einem besonderen Bedürfnis vieler Krebspatienten und ihrer Angehörigen nachkommen: einmal abseits des Klinikums etwas Ruhe finden. „Außerdem möchten wir den Raum für Selbsthilfegruppen öffnen“, sagte Vereinsvorsitzende Margitta Degener.

Zahlreiche Spenden

22 000 Euro sind dafür zusammengekommen, auch zahlreiche Sachspenden waren darunter. Mit dem gemütlich eingerichtet Raum im UMG-Gebäude an der von-Siebold-Straße in der Nähe des Klinikum ist Degener hochzufrieden. Dr. Helge Schumacher, Geschäftsführer des UniversitätsKrebszentrum findet den Standdort außerhalb des Klinikums ebenfalls gut geeignet. „Der Raum ist bewusst nicht für die Fachprofession sondern für den Austausch der Patienten gedacht“, betonte er bei der Eröffnung.

Auch Sebastian Freytag, Wirtschaftsvorstand des Universitätsmedizin, zeigte sich zufrieden mit der Lösung, zumal verfügbare Räume in der Universitätsmedizin so „rar wie Trüffel“ seien. Zusammengekommen ist ein Großteil des Spendensumme ausgerechnet am heißesten Tag diese Jahres: Beim „Lauf fürs Leben“ schwitzten im Juli 1500 Teilnehmer bei bis zu 38 Grad Celsius.

Einen Euro erhielt die Initiative dabei pro gelaufener Runde. „13 014 Hitzerunden sind unter widrigen Bedingungen zusammengekommen“, erinnerte sich Prof. Lorenz Trümper an die Veranstaltung. Der Leiter des Universitäts-Krebszentrums muss es wissen, schließlich hatte er ebenso wie UMG-Vorstansmitglied Freytag für den guten Zweck die Laufschuhe geschnürt.

Pflegeexpertin

Durch Spenden wird außerdem seit zwei Jahren die Stelle von Andrea Schmidt-Schweda, der Pflegeexpertin für Brusterkrankungen, finanziert. Die „Breast Care Nurse“ soll fortan zusammen mit dem Krebszentrum über die Nutzung des Raums wachen, zudem Patienten, Angehörige und Gruppen auf das neue Angebot aufmerksam machen.

Für Professor Trümper stellt der eröffnete kleine Raum lediglich eine Art „Keimzelle“ dar: „Für die Zukunft wünsche ich mir eine größere Begegnungsstätte mit Freizeitaktivitäten, wie es sie schon an einigen anderen Unikliniken gibt.“

Beim Verein „Horizonte“ läuft er mit dieser Vision offene Türen ein: Im kommenden Jahr wollen Degener und ihre Mitstreiter ihren Raum um einen Außenbereich im Garten erweitern. (ptt)

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