Bedeutung der Reihe für Fernsehgeschichte

Boerne und Thiel unter der Lupe: Wissenschaftler diskutieren über "Tatort"

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Starkes, seltsames Team: Jan Josef Liefers und Axel Prahl alias Karl-Friedrich Boerne und Frank Thiel ermitteln in Münster.

Göttingen. Die Kult-Krimi-Serie „Tatort“ steht im Mittelpunkt einer internationalen Tagung vom 20. bis 22. Juni an der Universität Göttingen.

Unter dem Titel „Zwischen Serie und Werk – Die ARD-Reihe Tatort im fernseh- und gesellschaftsgeschichtlichen Kontext“ diskutieren 20 Forscher aus verschiedenen Disziplinen in der Leinestadt.

Dabei werden film- und fernsehwissenschaftliche Ansätze mit Perspektiven aus der Literatur-, Medienkultur- und der Sozialwissenschaft in Verbindung gebracht. Die Tagung wird vom Seminar für Deutsche Philologie der Uni Göttingen und dem Institut für Literaturwissenschaft des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) organisiert. Alle Vorträge finden im Vortragsraum der Paulinerkirche am Papendiek 14 statt.

Im Mittelpunkt der Tagung steht die Einordnung der Reihe in die Geschichte des Fernsehens und gesellschaftliche Entwicklung der vergangenen Jahrzehnte. Weiteres Thema der Tagung sind die Qualitäts- und Kunstansprüche der gesamten Reihe sowie einzelner Folgen und Sender. Es wird auch darum gehen, wie sich die Sendungen an den ästhetischen Möglichkeiten des Kinofilms orientieren. Darüber hinaus wird der Tatort mit den aktuellen Diskussionen über Quality TV aus dem Bereich US-amerikanischer Fernsehserien konfrontiert.

Die Vorträge behandeln auch 40 Jahre Tatort-Geschichte, brisante Themen in der Serie sowie die Veränderungen der Täterprofile als Spiegel gesellschaftlicher Entwicklungen. Der zweite Teil ab Freitag, 21. Juni, beschäftigt sich mit der Logik des öffentlich-rechtlichen Fernsehkrimis in der Hauptsendezeit. Im dritten Teil geht es um die Serie im internationalen Vergleich. (tko)

• Programm: www.uni-goettingen.de/de/vortraegetagungen/

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