Chemie-Lager fertig: Sanierung der Fakultät schreitet voran

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Unscheinbar wertvoll: 15,8 Millionen Euro hat das kleine Gebäude für die Chemiefakultät gekostet – es ist der erste Bauabschnitt der Grundsanierung der Fakultät und beherbergt das Chemikalienlager, Werkstätten und einen neuen Labortrakt.

Göttingen. 15,8 Millionen sind in Werkstatt, Labortrakt und Chemikalienlager geflossen: am Mittwoch wurden die neuen Räume der Chemie-Fakultät eingeweiht.

Zwischen den großen, mehrstöckigen und vor allem alten Gebäuden auf dem Nord-Campus der Universität Göttingen verschwindet das kleine unscheinbare Gebäude förmlich.

„Ich bin bei meiner Einführung ja fast vom Hocker gefallen“, gestand Göttingens Uni-Präsidentin Professor Dr. Ulrike Beisiegel bei der kleinen Feierstunde in den neuen Räume. „Als ich 2011 meinen Rundgang machte, stellte ich schon fest: hier muss dringend etwas getan werden.“ Die Bausubstanz aus den 70er-Jahren sei schließlich nicht mehr die Beste gewesen. Umso stolzer ist die Uni-Präsidentin nun darüber, dass der erste Bauabschnitt des 98 Millionen-Bauprojekts nun fertiggestellt werden konnte. „Wir wollen moderne Bedingungen für Forschung und Lehre schaffen“, erklärte die Präsidentin, „und bei diesem Gebäude stimmen die Bedingungen.“ Dekan Professor Philipp Vana ergänzt: „Das Gebäude steht auch für Teamgeist, die einzelnen Bereiche der Fakultät wachsen zusammen.“

Zentrales Chemikalienlager 

Neue Werkstätten: Maschinenbau-Ingenieur Volker Meyer (mitte) erläutert Dekan Professor Dr. Philipp Vana und Uni-Präsidentin Professor Dr. Ulrike Beisiegel die neuen Arbeitsmöglichkeiten.

In den neuen Räumen finden Werkstätten, Labortrakte und das Chemikalienlager ein neues Zuhause. Vor allem das Lager hatte den Chemikern in den vergangenen Jahren Sorge bereitet: Zuvor wurden die teils gefährlichen Stoffe an zwei verschiedenen Orten gelagert. Jetzt befindet sich alles an einem Ort - und auf dem neuesten Stand der Technik, um eine sichere Lagerung zu gewährleisten. Ebenfalls zusammengelegt wurden die Physik-Werkstätten um effizienter arbeiten zu können.

Alle Bauarbeiten fanden im laufenden Forschungs- und Lehrbetrieb statt. Beisiegel: „Es ist das größte Bauprojekt der Hochschule.“ Und das Ende ist noch nicht absehbar - die gesamte Sanierung der Chemie-Fakultät begann im Herbst 2012. Unterteilt ist das Projekt in fünf Abschnitte. Die Planungen reichen bis ins Jahr 2023. Dann soll Abschnitt vier in Angriff genommen werden soll. Der fünfte und letzte Abschnitt ist noch nicht termininert.

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