Universitätsmedizin hat neuen Personalrat - nur 1652 von 7474 wählten

Das Universitätsklinikum in Göttingen in der Nord-West-Ansicht: Die Universitätsmedizin Göttingen, UMG, beschäftigt knapp 7500 Mitarbeiter und ist der größte Arbeitgeber der Region Südniedersachsen. Luftbild: Mehle/nh

Göttingen. 7.474 Beschäftigte der Universitätsmedizin Göttingen waren aufgerufen, einen neuen Personalrat zu wählen. Gut 22 Prozent – 1652 – gaben ihre Stimme ab, die Wahlbeteiligung war damit niedriger als 2012 mit 25,27 Prozent. Stärkste Fraktion wurde die Ver.di-Liste.

Gewählt wurde auch die Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV).

Der neue Personalrat setzt sich aus 23 Mitgliedern zusammen: 21 aus der Gruppe der Arbeitnehmer und zwei aus der Gruppe der Beamten. Insgesamt hatten sich 96 Frauen und Männer um die 23 Sitze im Personalrat beworben. Zehn Mitglieder werden für ihre Arbeit im Personalrat von ihrem Arbeitsplatz freigestellt.

Angetreten waren zwei Listen. Ver.di erzielte bei den Arbeitnehmern mit 72,22 Prozent (1167 Stimmen) eine deutliche Steigerung gegenüber dem Ergebnis der vorherigen Personalratswahl (2012: 61,58 Prozent). Als stärkste Liste erhält Ver.di im Personalrat 15 Arbeitnehmer-Sitze. Die Liste GeNi (Gesundheitsgewerkschaft Niedersachsen) holte 27,78 Prozent (449 Stimmen) und bekommt sechs Sitze. Bei der Gruppe der Beamten hatte Ver.di die einzige Liste eingereicht, bekam beide Sitze.

Um die neun Sitze in der Jugend- und Auszubildendenvertretung (JAV) bewarben sich 13 Frauen und Männer von zwei Wahllisten. Die Wahlbeteiligung lag mit 14,66 Prozent deutlich unter der Wahl 2012 mit 27,9 Prozent. Die Liste „Jung. Außergewöhnlich. Vielseitig.“ erzielte 38 Prozent (19 Stimmen) und erhält drei Sitze. Die Ver.di-Liste „Engagierte Jugend – 2016“ erzielte 62 Prozent (31 Stimmen) und erhält sechs Sitze.

Die Amtszeit des neuen Personalrats beginnt am 26. April und endet im März/April 2020. Die Amtszeit der neuen JAV beginnt am 19. April und endet im März/April 2018.

Die UMG ist der größte Arbeitgeber der Region. Die Mehrheitsverhältnisse, die Schwerpunkte und die Arbeitsweise des neuen Personalrates nehmen Einfluss auf die künftige Entwicklung der UMG. (tko/umg)

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.