Fernwehfestival & Paul Panzer & Ulla Meinecke

Ausgehtipps für Südniedersachsen: Fernwehfestival und Glücksritter

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Hält einen Vortrag beim Göttinger Fernwehfestival: Der Survival-Experte und Aktivist für Menschenrechte Rüdiger Nehberg.

Fernweh kann so schön sein, und wenn das Glück einem hold ist, trifft man auf einen begnadeten Comedian. Wenn dann noch Musik einer Frau mit samtiger Stimme dazukommt, sind die Ausgehtipps perfekt. 

Das finden Sie hier: Fernwehfestival mit Multivisionsshows und dem Survival-Experten Rüdiger Nehberg in Göttingen | Comedian Paul Panzer auf der Suche nach Glück | Konzert mit Ulla Meinecke und Band |  Klarinettist Giora Feidman und das Rastrelli Cello Quartett spielen Beatles-Songs | Lesung aus Briefen der Fanny Mendelssohn | Oldtime-Piano-Jazz-Konzert mit Joe Pentzlin und Gregor Kilian | Das Bilderbuchtheater zeigt das Kinderstück „Mascha und der Bär" | Konzert mit dem preisgekrönten Lautenist Alon Sariel und der Chanson-Sängerin Maja Hilke

Wem Santana und der Sänger Alex Liggertwood ein Begriff ist, der dürfte auf das Konzert am Sonntag im Kasseler Theaterstübchen gespannt sein – zu finden bei den Ausgehtipps für Nordhessen. 

 

Fernwehfestival mit Multivisionshows in Göttingen

Das 15. Göttinger Fernwehfestival möchte am Samstag und Sonntag, 20. und 21. Januar, in Göttingen mit Multivisionsshows, Sondervorträgen und einer Ausstellung nicht nur Lust auf das Reisen in ferne Länder machen. Den Veranstaltern Matthias Hanke und dem Verein Lichtblicke  geht es auch darum, das Verständnis für andere Kulturen und Lebensweisen zu fördern und auf bedrohte Lebensräume aufmerksam zu machen. Einer der Höhepunkte ist am Samstag ab 20 Uhr Rüdiger Nehberg mit seinem neuen Vortrag "Lagerfeuergeschichten". Nehberg, auch Sir Vival genannt, ist ein deutscher Survival-Experte und Aktivist für Menschenrechte. Seine anfänglich aus reiner Abenteuerlust unternommenen entbehrungsreichen Expeditionen nutzte er später, um auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam zu machen. Zu seinem Lebenswerk zählt unter anderem sein Engagement für das südamerikanische Volk der Yanomami und sein Kampf gegen die weibliche Genitalverstümmelung.

Samstag, 20. Januar, ab 14 Uhr, und Sonntag, 21. Januar, ab 11 Uhr, Zentrales Hörsaalgebäude der Uni Göttingen, Platz der Göttinger Sieben 5 Tageskarte: 30,90/26,50 Euro, Kartentelefon: 01806/ 700733, Programm 

Paul Panzer auf der Suche nach Glück

Was ist Glück? Wie findet man es und was muss man anstellen, damit es bleibt!? Nach Freizeitwahn, Weltrettung und Evolution ist Comedian Paul Panzer nun in seinem aktuellen Programm in der philosophischen Königsklasse angekommen:  „Glücksritter ... vom Pech verfolgt!“ Nach mehr als 13 Jahren an der Spitze der deutschen Comedy und fünf der erfolgreichsten Bühnenshows überhaupt, tritt nun seine wohl fantastischste Reise an, die er am Samstag in Göttingen präsentiert. Es ist eine Reise voll unerwarteter Begebenheiten und nur allzu menschlichen Hoffnungen und Ansichten jenseits der Norm. Warum die innere Mitte finden, wenn der Platz rechts auf dem Sofa noch frei ist? Warum loslassen, wenn man eh schon am seidenen Faden hängt? Warum ist weniger mehr, aber viel nicht Nichts? Seine Show beantwortet Sinn und Zweck des Seins und präsentiert fast nebenbei die wohl lustigste Reise ans Ufer der Unvernunft. 

Samstag, 20. Januar, 20 Uhr, Lokhalle Göttingen, Bahnhofsallee 1. Eintritt: 35,90 Euro plus Gebühr, Info und Karten

Samtige Stimme: Konzert mit Ulla Meinecke

Bilderstarke Texte und melodienreiche Songs zeichnen die Sängerin Ulla Meinecke aus. Gemeinsam mit ihrer Band gastiert die Künstlerin am Freitag in Göttingen. Gute Texte, neu arrangierte  Songs sowie überraschende Moderationen zeichnen ihr aktuelles  Bühnenprogramm aus. Seit über 30 Jahren ist die Wahl-Berlinerin eine feste Größe in der deutschen Musik- und Kulturlandschaft. Ihre samtige Stimme, ihre poetische Sprache, nicht zuletzt ihre nachdenklich-ironische Sicht auf die alltäglichen Dinge begründen ihren Ruf als Sängerin, Dichterin und Autorin. Sie ist leidenschaftlich, charmant und schlagfertig. Die Bandmitglieder Ingo York & Reinmar Henschke bilden das kongeniale Duo, das acht Instrumente spielt. Klassiker, alte Songs und neues, bisher noch nicht veröffentlichtes Material, bestimmen Meineckes neues Programm. 

Freitag, 19. Januar, 20 Uhr, Kulturzentrum Musa in Göttingen, Hagenweg 2A. Vorverkauf: 22 Euro plus Gebühr, Kartentelefon 0180/ 6050400. Info 

Junges Theater zeigt Musikshow "Satisfaction"

1965: Ein Song stürmt weltweit die Charts. „I Can't Get No Satisfaction” ist etwas Neues, nie da Gewesenes. Frech und so sexy, dass bei Radio- und TV-Shows die letzte Strophe aus Gründen der Zensur nicht gespielt wird. Mit „Satisfaction", der musikalischen Revolution in der Mitte der 60er-Jahre,  bringt das Junge Theater Göttingen eine neue Musikshow auf die Bühne. Nach „Forever 27 Club“, „Money, Money, Money“ und zuletzt „Tausendmal berührt“ ist es die vierte Produktion, in der das Ensemble des Jungen Theaters zum Klangkörper wird. Fred Kerkmann hat wieder die musikalische Leitung und die Songs neu arrangiert. Mit seiner vierten Musikshow begibt sich das Ensemble mit bewährter Liveband erneut auf eine wilde Forschungsreise durch ein halbes Jahrhundert der Geschichte des Rock'n'Roll.

Die Premiere am Freitag, 19. Januar, 20 Uhr, Junges Theater Göttingen, ist ausverkauft. Weitere Termine: 27. Januar, am 2., 10. und 23. Februar, am 10. und 24. März sowie am 7. und 20. April. Eintritt: 15 Euro. Info und Tickets

Giora Feidman spielt Beatles-Songs

Der Argentinier Giora Feidman ist mit seiner singenden und jauchzenden Klarinette und der Klezmer-Musik berühmt geworden. Der mittlerweile 81-Jährige ist aber auch in den anderen Musikstilen zu Hause. Heute gilt er als lebende Klarinetten-Legende und ist bekannt dafür, Werke anderer Musik-Ikonen neu zu interpretieren. Für sein neues Projekt hat sich Feidman das Beatles-Songbook vorgenommen, das er am Samstag in Göttingen vorstellt. Entstanden ist ein Programm, das ausschließlich aus Kompositionen der britischen Popstars besteht. Konnten die Beatles die Richtung ihrer im Kern recht simplen Kompositionen durch die Kombination von Gesang und Text bestimmen und ihren Songs damit den legendären Glanz verleihen, mussten die fünf Instrumentalisten dieses letztere Element durch ein anderes ersetzen. Mit der virtuosen Umsetzung der Arrangements des Ensemblemitglieds Sergej Drabkin sowie des slowakischen Komponisten Peter Breiner ist dies Giora Feidman und dem Rastrelli Cello Quartett gelungen.

Samstag, 20. Januar, 20 Uhr, St.-Johannis-Kirche zu Göttingen, Johanniskirchhof 2. Eintritt: ab 41 Euro, Tickets

Die Briefe der Fanny Mendelssohn

Carmen Barann liest am Sonntag in Bovenden aus den Tagebüchern und Briefen der Komponistin und Pianistin Fanny Mendelssohn. Geschrieben wurden sie während ihrer ereignisreichen einjährigen Italienreise von 1839 bis 1840. Abgerundet wird die Lesung von Mechthild Schäfer am Klavier. Sie wird passend zum Lesestoff Werke von Fanny Mendelssohn spielen.  

Sonntag, 21. Januar, 18 Uhr, Bürgerhaus Bovenden, Rathausplatz 3. Eintritt: 10 Euro, Kartentelefon 01806/ 700733.

Oldtime-Piano-Jazz mit Joe Pentzlin

Für einen vorabendlichen Streifzug durch das Repertoire des Oldtime-Piano-Jazz finden sich am Samstag in Göttingen zwei ausgewiesene Experten an den Tasten zusammen: Joe Pentzlin, international gefragte Größe in Sachen Jazzpiano, Solist und viel beschäftigter Studio- und Bandmusiker, ist einem breiten Publikum vor allem als musikalischer Stammgast der NDR-Talkshow III nach 9 ein Begriff. Gemeinsam mit seinem ebenso versierten Kollegen Gregor Kilian - in Göttingen neben zahlreichen Konzertauftritten durch die langjährige Kult-Veranstaltungsreihe "Blues- und Boogie-Küche" bekannt - wird Pentzlin Bekanntes und Raritäten aus Swing, Ragtime, Harlem Stride Piano, Boogie Woogie und New Orleans Jazz servieren. 

Samstag, 20. Januar, 15.30 Uhr, Apex in Göttingen, Burgstr. 46. Eintritt: 9/6 Euro. Info und Tickets

Figurentheater "Mascha und der Bär"

In einer liebevollen Inszenierung zeigt das Bilderbuchtheater die für Kinder ab drei Jahren lehrreiche Geschichte „Mascha und der Bär". Sie beruht auf einem alten russischen Märchen. Die kleine Mascha lebt mit ihrem Freund, dem Bär im Wald. An einem wunderschönen Tag hat der Bär Geburtstag. Klar, dass Mascha ihm für diesen Tag eine Geburtstagstorte backen möchte. Doch wie immer ist Mascha ziemlich zerstreut und bringt in ihrer etwas chaotischen Arbeitsweise einiges durcheinander.  Versehentlich nimmt sie noch das Ei einer Henne, aus dem bald ein kleines Küken schlüpfen soll, wobei es der nervös wartende Hahn und seine Henne kaum erwarten können, endlich Eltern zu werden. In diesem ganzen Durcheinander verschlingt nun auch noch das gefräßige Hausschwein die Geburtstagstorte für den Bär.

Samstag, 20. Januar, 15 Uhr, Alfred-Hessel-Saal im historischen Gebäude der SUB in Göttingen, Papendiek 14. Eintritt: 8/7 Euro. Info

Lehrreiche Geschichte: Das Bilderbuchtheater zeigt das Stück "Mascha und der Bär".

Das Chanson im Blickpunkt

Was haben die Chansons von Jacques Brel mit denen der Troubadours und Komponisten des höfischen Lebens der Renaissance gemein? Deren Lieder haben auch im Deutschland Martin Luthers und der Reformation vielfältige Spuren hinterlassen. Der preisekrönte Lautenist Alon Sariel und die Chanson-Sängerin Maja Hilke widmen sich in ihrem Programm „Brel à Part“ am Freitag in Göttingen fünf Jahrhunderten französischer Chanson-Geschichte. Dabei begeben sie sich auf die Suche nach musikalischen und poetischen Parallelen in den vielfältigen Werken des Genres. In den Arrangements für Laute und Gesang treffen dabei Klänge der Renaissance auf Chansons des 20. Jahrhunderts und beeinflussen sich gegenseitig. Mutig beschreiten sie dabei neue stilistische Pfade und bleiben dabei doch dem Chanson treu. In kurzer Zeit erzählen sie große politische und emotionale Geschichten. 

Freitag, 19. Januar, 19 Uhr, Städtisches Museum in Göttingen, Ritterplan 7/8. Eintritt an der Abendkasse 15 Euro, im Vorverkauf 13 Euro. Info

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