Emerson Prime & Peter Kraus & Mila Mar

Ausgehtipps für Südniedersachsen: Kluger Indie-Pop bis Kulthits der 60er

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Haben die Indie-Pop-Szene aufgemischt: Emerson Prime aus Hannover.

Packende Grooves, Kulthits der 60er, witziger Pop, Songs in einer Fantasiesprache und einen Schuss Bühne: So bunt sind unsere Tipps für die erste Wochenhälfte.

Das finden Sie hier: Indie-Pop mit Emerson Prime im Apex Göttingen | Kulthits der 60er mit Rock'n’Roll-Ikone Peter Kraus | Die Alternative-Band Mila Mar gastiert im Musa | Die Göttinger Autorin und Theaterregisseurin Luise Rist liest in Friedland aus ihrem Roman „Morgenland" | Studentenpop mit Alter Kaffee | Bühnenstück über Kinderrechtsaktivistin und Nobelpreisträgerin Malala im Deutschen Theater 

Das Denis Gäbel Quartett stellt am Dienstag in Kassel seine neue CD „The Gootd Spirits" vor. Mehr zu dem Konzert der vielfach ausgezeichneten Musiker finden Sie bei unseren Tipps für Nordhessen.

Indie-Pop mit Emerson Prime

Die junge, fünfköpfige Band Emerson Prime aus Hannover hat die deutschen Indie-Pop-Szene bereits kräftig aufgemischt - und will das jetzt bei ihrem Auftritt am Mittwoch in Göttingen tun. Schon mit der EP-Tour „Baby It’s Fine" konnte die Formation rund um die Frontfrau Erika Emerson Fans und Fachpresse begeistern. Nach der Frühjahrstournee 2017 und Auszeichnungen bei verschiedenen Bandwettbewerben haben Emerson Prime über die nationalen Grenzen hinaus Aufmerksamkeit gewonnen und an dem im Herbst 2017 veröffentlichten Debütalbum "Wonderseed" gearbeitet. Die Musik ist getragen von Emersons ausdrucksstarker Stimme, kluger Lyrik sowie packenden Riffs und Grooves. Neben der Sängerin sind Joschka Merhof auf den Tasten, Drummer Tobias Lammers, Simon Lorenz am Bass und der Gitarrist Markus Ottenberg zu erleben.

Mittwoch, 11. April, 20.15 Uhr, Apex in Göttingen, Burgstr. 46. Eintritt: 15/10 Euro, Kartentelefon: 0551/ 46886. Info 

Kulthits der 60er mit Rock'n'Roll-Ikone Peter Kraus

Eigentlich hatte Peter Kraus vor, in seinen musikalischen Ruhestand zu gehen, als er 2014 mit 60 Konzerten seinen Abschied von der Bühne verkündete. Je länger seine Auszeit dauerte, umso mehr sehnte sich der österreichische Sänger jedoch zurück: zu seinem Publikum, nach den Live-Auftritten und der damit verbundenen Energie. Aus dieser Sehnsucht heraus rief er das aktuelle Projekt „Schön war die Zeit! Die Kulthits der wilden 50er und 60er Jahre" ins Leben. Eine Liveshow, in der Kraus sich nicht nur seinen eigenen Hits, sondern auch seinen Lieblingssongs aus dieser Zeit widmet. Am Montag gastiert die Rock'n'Roll-Ikone mit ihrem Programm in der Göttinger Stadthalle. 

Montag, 9. April, 19.30 Uhr, Stadthalle Göttingen, Albaniplatz 2. Eintritt: 51 bis 81 Euro, Kartentelefon 0551/ 4998031. Info

"Schön war die Zeit!": Rock'n'Roll-Ikone Peter Kraus gibt ein Gastspiel in der Göttinger Stadthalle. 

Alternative-Band Mila Mar gastiert im Musa

Archaische Geschichten erzählen musikalisch Anke Hachfeld, Katrin Beischer, Maaf Kirchner und Lars Watermann am Mittwoch im Kulturzentrum Musa. Gemeinsam sind sie die deutsche Alternative-Band Mila Mar. Ihr Markenzeichen: Die Texte der von Sängerin Anke Hachfeld geschriebenen Songs bestehen aus einer Fantasiesprache. Umrahmt von Synthesizerklängen, irischen und indischen Flöten, Geige, Djembe und Schlagzeug entsteht so ein unverwechselbarer Sound, der bereits Mitte der 90er-Jahre mit Gründung der Band ins Leben gerufen wurde. Nachdem es seit 2002 etwas ruhiger um Mila Mar geworden war, gibt das Quartett seit zwei Jahren wieder vermehrt Konzerte. Bei dem Auftritt in Göttingen werden auch Songs der brandneuen EP „Haime“ zu hören sein. 

Mittwoch, 11. April, 20 Uhr, Kulturzentrum Musa in Göttingen, Hagenweg 2a. Kartentelefon 01806/ 700733. Vorverkauf: 20,90 Euro. Info

„Morgenland": Lesung mit Luise Rist

Über die Situation von Geflüchteten an der serbisch-ungarischen Grenze liest und diskutiert die Göttinger Autorin und Theaterregisseurin (Boat-People-Projekt) Luise Rist am Mittwoch im Museum Friedland. In ihrem Roman „Morgenland" geht es um die Protagonistin Frida, die aus Deutschland nach Serbien reist. Dort will sie Geflüchtete unterstützen, die an der Grenze zu Ungarn gestrandet sind. Während ihnen der Weg in die EU zunehmend erschwert wird, werden sie in Serbien auch nicht gerade mit offenen Armen empfangen. Die Autorin hat die Situation dieser Menschen im Zuge der Recherchen für ihren Roman hautnah miterlebt. Um 17.30 Uhr wird eine kostenlose Führung durch das Museum angeboten. 

Mittwoch, 11. April, 19 Uhr, Museum in Friedland, Bahnhofstr. 2. Eintritt 5/3 Euro. Um Anmeldung bis zum 10. April unter Telefon 05504/ 8056200 wird gebeten. Info

Liest aus ihrem Roman „Morgenland": Die Göttinger Autorin und Theaterregisseurin Luise Rist. 

Popmusik mit Alter Kaffee, Rap mi Zico

Während deutsche Künstler wie Giesinger und Weiß eher die ganz großen Gefühle besingen, sind die Musikstudenten aus Kassel bodenständig und erzählen vom miesen Alltag zwischen Vorlesung und der letzten WG-Party: Alter Kaffee nennen sie sich - und sie machen Studentenpop. Die Jungs präsentieren Lieder und Texte zwischen Tinder, Harry Potter und der ersten Jugendliebe. Vom Fahrkartenkontrolleur und MC-Fit-Abenteuern, vom Leben zwischen Mensa und der wirklich allerletzten Kippe vor dem Schlafen gehen erzählen ihre Texte. Alter Kaffee sind jung, ein wenig süß, ein wenig cool, ein wenig politisch, gerne ironisch und haben generell immer Bock. Außerdem ist an diesem Abend Zico zu erleben. Der südkoreanische Rapper, Musikproduzent und Mitglied der Boygroup Block B präsentiert Pop- sowie HipHop-Musik

Dienstag, 10. April, 21 Uhr, Nörgelbuff, Groner Str. 23. Eintritt: 5 Euro. Info und Tickets

Bühnenstück über Kinderrechtsaktivistin Malala

Malala Yousafzai ist vermutlich die jüngste Menschenrechtaktivistin und sicher die jüngste Friedensnobelpreisträgerin überhaupt: Im Alter von elf Jahren berichtete sie 2009 unter Pseudonym in ihrem Blog über Gewalttaten der Taliban in ihrer Heimat, dem pakistanischen Swat-Tal. Am 9. Oktober 2012 wurde Malala im Schulbus in den Kopf geschossen. Wie durch ein Wunder überlebte sie und kämpft seither von England aus für das Recht auf Bildung. 2014 erhielt sie für ihr Engagement den Friedensnobelpreis. Wie schafft man es, zu überleben? Woher kommt der Mut, gegen Bewaffnete zu kämpfen? Aus dieser Haltung heraus hat der britische Autor Nick Wood einen Theatertext über Malala geschrieben, der in Göttingen am Mittwoch zu sehen ist: "Malala - Mädchen mit Buch". Es handelt sich um eine Spurensuche. In der Hauptrolle ist Gaby Dey zu sehen, Regie führt Elias Perrig. 

Mittwoch, 11. April, 20 Uhr, Deutsches Theater Göttingen, Theaterplatz 11. Eintritt: 16 Euro. Nächste Vorstellung: 6. Mai. Info und Tickets

Sorgte für weltweites Aufsehen: Die pakistanische Kinderrechtaktivistin und Nobelpreisträgerin Malala Yousafzai. In Göttingen gibt es ein Theaterstück dazu. 

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