Verdienstkreuz für einen Förderer des Göttinger Sports: Günter Berg

Stolz: Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (links) übergab das Bundesverdienstkreuz an Günter Berg. Für dessen Ehefrau Eva gab es einen Blumenstrauß Foto: Schröter

Göttingen. In der Göttinger Sportszene ist Günter Berg eine echte Institution. Mehr als 40 Jahre widmete er sein Leben dem Ehrenamt. Am Freitag bekam der 81-Jährige für seine Verdienste um den Sport das Verdienstkreuz am Bandes des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland verliehen.

„Dies ist eine verdiente Ehrung für ein sportliches Lebenswerk“, betonte Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler, der den Orden und die von Bundespräsident Joachim Gauck unterschriebene Urkunde unter dem stürmischen Applaus der vielen Gäste überreichte.

Bereits 1948 war Berg in die Tuspo 1861 Göttingen eingetreten, wo er als Leichtathlet, Hand- und Basketballer aktiv war. 1975 übernahm er den Vereinsvorsitz und hatte diesen bis zur Fusion mit dem Wassersportverein zum Turn- und Wassersportvereins Göttingen von 1861 im vergangenen Jahr inne. Von 1973 bis 2007 war Berg außerdem ehrenamtlich als Vorstandsmitglied beim Stadtsportbund (SSB) aktiv, wo er sich als Schatzmeister um die Finanzen der Dachorganisation der städtischen Sportvereine kümmerte.

„Günter Berg ist ein Sportler durch und durch“, lobte Rolf-Georg Köhler den Ehrenpräsidenten des Turn- und Wassersportvereins. „Er wusste immer, was Fairplay und Teamarbeit sind – im Sport wie im Berufsleben“, sagte er über den ehemaligen Leiter des städtischen Hauptamtes.

Außerdem habe Berg stets ein Gefühl dafür gehabt, wohin sich der Sport verändern muss. „Er war und ist ein Sportsmann alter Schule, der weniger an sich denkt als an andere“, sagte Köhler. „Günter Berg ist nicht nur ein Glücksfall für die Tuspo 1861, sondern für den Göttinger Sport im Allgemeinen.“

Berg selbst zeigte sich von der Ehrung „überrascht und auch ziemlich erdrückt“. Er dankte seinen Mitstreitern, die ihm über die Jahre zur Seite standen, besonders seiner Frau Eva, die in all der Zeit „vieles mitgetragen und auch teilweise ertragen“ habe. „Ehrenämter gehen nun mal auf Kosten der Freizeit“, sagte Berg. „Aber das habe ich so gar nicht gemerkt, weil das ja meine Freizeit war.“ (per)

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