Verdienstkreuz für Knackstedt: Grüne Damen gibt es nie genug

Glückwünsche zur hohen Auszeichnung: Monika Knackstedt mit Landrat Bernhard Reuter (Zweiter von links), Norbert Erichsen (links), dem Geschäftsführer des Pflegedienstes, sowie Dr. Sebastian Freytag, Vorstand für Wirtschaftsführung und Administration der Universitätsmedizin. Foto: Lawrenz

Göttingen. Für ihr Engagement bei den Grünen Damen erhielt Monika Knackstedt das Bundesverdienstkreuz am Bande. Seit fast 30 Jahren engagiert sie sich.

Schon ein Jahr nach ihrem Einstieg übernahm sie die Organisation der Ökumenischen Krankenhaushilfe und plant seither die Einsätze der Ehrenamtlichen. Schon vor 13 Jahren ehrte der Bundespräsident die jetzt 67-Jährige das erstmal. Damals erhielt sie die Bundesverdienstmedaille.

„Im Grunde sind es doch die Verbindungen mit Menschen, welche dem Leben ihren Wert geben.“ Dieses Zitat von Wilhelm von Humboldt machte Landrat Bernhard Reuter sich zu Eigen. Knackstedt sehe den Menschen im Patienten. In der hochprofessionalisierten medizinischen Versorgung werde ein solcher Blick immer schwerer.

Die Grünen Damen schenkten den Kranken Zeit. Als ihre Leiterin agiere Knackstedt als deren „treibende Kraft und Vorbild“. „Es ist ein schönes Gefühl, gebraucht zu werden“, gab Reuter Worte von ihr wieder. „Es ist ein schönes Gefühl, Sie auszeichnen zu können“ führte er den Gedanken weiter und steckte Knackstedt im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck während der Feier in der Osthalle des Universitätsklinikums das Bundesverdienstkreuz am Bande des Verdienstordens an.

Dass er Knackstedt schon während seines Studiums im Universitätsklinikum erlebt habe, berichtete Dr. Sebastian Freytag, Vorstand für Wirtschaftsführung und Administration im Universitätsklinikum. 1977 wurden die Grünen Damen in der Universitätsstadt ins Leben gerufen, seit 1980 sind sie im Klinikum aktiv. 65 Helfer engagieren sich mittlerweile in sechs Göttinger Einrichtungen als Lotsen, auf Station oder auch beim Kaffee kochen. Im Universitätsklinikum ist zuletzt die Betreuung der Besucherkinder in der Kinderstube und der kranken Kinder im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ) hinzugekommen.

Fingerspitzengefühl

Von allen Seiten wurde Knackstedts Organisationstalent mit Fingerspitzengefühl hervorgehoben, außerdem ihre besondere Gabe, andere zu motivieren. Die Begegnung mit einer sterbenskranken jungen Mutter habe ihr den Anstoß gegeben, bei den Grünen Damen mitzumachen, erklärte Knackstadt rückblickend. „Wir sind stolz, eine solche Mama zu haben“, sprach Florian Knackstedt für sich und seinen Bruder.

„Grüne Damen gibt es leider nie genug“, sagte Knackstedt. Frauen und Männer, die helfen möchten, können sich unter Tel. 0 55 09/15 74 beziehungsweise 0174/6 89 79 34 oder per E-Mail unter MonikaKnackstedt@t-online.de an sie wenden. (zul)

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