Zwölf Festnahmen

Vermeintliche Entführung sorgt für Streit zwischen armenischen Familien

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Nach einer Auseinandersetzung zwischen zwei Familien armenischer Herkunft hat die Polizei in Leinefelde-Worbis im Obereichsfeld am Donnerstagabend zwölf Personen vorübergehend festgenommen.

Hintergrund der Auseinandersetzung war eine vermeintliche Entführung.

In Schleswig-Holstein war am Donnerstagmittag bekannt geworden, dass sich „ein 26-Jähriger einer 21-Jährigen, aus bis dato unbekannten Gründen, bemächtigt haben soll“, wie die Pressestelle der Thüringer Polizei in Nordhausen mitteilte. Bei den späteren Ermittlungen stellte sich jedoch heraus, dass die 21-jährige Frau sich freiwillig bei dem 26-jährigen Mann aufhielt.

Beide Personen sind armenischer Herkunft. Am Abend kam es zur Auseinandersetzung zwischen den beteiligten Familien. Mehrere Personen drangen gewaltsam in ein Haus in Leinefelde ein. Dabei kam es auch zu Sachbeschädigungen. Als die Polizei eintraf, befanden sich lediglich drei Frauen und zwei Kinder in dem Haus.

Bei den Ermittlungen stießen die Beamten im Umfeld auf weitere Personen, die nach Angaben der Polizei „möglicherweise“ mit der Tat im Zusammenhang stehen. Um eine weitere Auseinandersetzung zu verhindern, wurden zwölf Personen festgenommen, jedoch kurze Zeit später wieder auf freien Fuß gesetzt. In den Autos der Festgenommenen fanden die Beamten einen Säbel und einen Totschläger.

Auf Nachfrage unserer Zeitung betonte Polizeisprecherin Vanessa Lundershausen, dass an dem Vorwurf einer möglichen Entführung der 21-Jährigen „am Ende nichts dran war“. Sie habe sich nicht gegen ihren Willen bei dem 26-Jährigen in Schleswig-Holstein aufgehalten. Ob es noch andere Gründe für die Auseinandersetzung geben könnte, ist aktuell nicht bekannt.

Hier liegt Leinefelde-Worbis:

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