„Teufelszeug“ vom Gefahrgutunfall auf A 7

Verpuffung vor Gift-Abtransport - Beseitigung erst Dienstag

Göttingen /  Dramfeld. Die Vorarbeiten für den Abtransport der beschädigten Giftbehälter unter der A 38 bei Dramfeld läuft nicht vollständig nach Plan: Am Samstagmittag kam es zu einer Selbstentzündung und Verpuffung.

Der Sprecher des Landkreises Göttingen, Ulrich Lottmann, bestätigte den Vorfall auf Anfrage der HNA. Beim Umladen des mit Aluminiumphosphid durchsetzen Sandes in einen Transportbehälter war die Konzentration des Giftstoffes offenbar höher als erwartet, so dass es beim Kontakt mit der Umgebungsluft zu der Selbstentzündung kam.

Der Brand konnte sofort mit Sand gelöscht werden ohne dass einer der Männer, die unter Vollschutz arbeiteten, in Gefahr kam. Lottmann: „Das ist wirklich ein Teufelszeug. Jetzt hat sich gezeigt, wie berechtigt der Aufwand war, den wir betrieben haben.“ Dank der umfangreichen Vorsichtsmaßnahmen seien weder die Bewohner von Dramfeld noch Autofahrer auf der A 38 in Gefahr gewesen.

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Lottmann bestätigte auch, dass die Entsorgungsfirma Remondis den ursprünglichen Zeitplan, die Giftstoffe bis zum Sonntagabend sicher umzuverpacken, um sie am Montag abzutransportieren, nach dem Zwischenfall nicht mehr einhalten kann. Die Vorarbeiten sollen aber am Montag abgeschlossen werden, um das Gift am Dienstag abzutransportieren, ehe am Mittwoch nach den Zeugnisferien wieder der Unterricht in der nahe gelegenen Grundschule beginnt.

Die beiden Giftstoffcontainer standen seit Mitte Dezember unter der Autobahnbrücke bei Dramfeld. Das Gift war bei dem schweren Gefahrgutunfall kurz vor Weihnachten auf der A 7 bei Göttingen ausgetreten. (p)

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