Positive Bilanz: Ensemble kann in der kommenden Spielzeit weitermachen

Duo verstärkt das Junge Theater

Neu am Jungen Theater in Göttingen: Natascha Manthe und Robert Oschatz verstärken das Ensemble. Foto: Brüßler
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Neu am Jungen Theater in Göttingen: Natascha Manthe und Robert Oschatz verstärken das Ensemble.

Göttingen. „Es kann nur ein Ziel geben: gutes Theater!“ Mit diesen Worten begrüßte Udo Eidinger, Dramaturg und einer der beiden neuen Intendanten des Jungen Theaters (JT) Göttingen zwei Schauspieler für die neue Spielzeit. Die Schauspieler aus der jetzigen Spielzeit dürfen bleiben.

Kurz vor der Sommerpause kann das ehemals krisengebeutelte Theater mit der Bilanz und mit dem Publikumszuspruch zufrieden sein. Nach dem Abschluss des Zukunftsvertrages der Stadt mit dem Land ist nicht ganz klar, wie genau es in einem Jahr für das Junge Theater weitergeht.

Umso erfreulicher, dass es zwei neue Schauspieler nach Göttingen zieht: Natascha Manthe wurde 1986 in Herdecke geboren und besuchte die Schule des Theaters in Köln. Dort stand sie die in vergangenen Jahren in den Produktionen „Floh im Ohr“ und „I am angry because I understand, not because i don’t“ auf der Bühne. Man wird sie unter anderem in der Produktion „Gespenster in Göttingen“, ein Familiendrama nach Henrik Ibsen, sehen. Premiere ist am 5. September.

Zwei Preise

Auch Robert Oschatz absolvierte die Kölner Theaterschule „Theater der Keller“. Er wurde 1982 in Erfurt geboren und war seit Ende seiner Ausbildung an verschiedenen Theatern in Deutschland, TV-Produktionen und Sprecheraufträgen beteiligt. Zuletzt konnte man ihn in „Heiter bis tödlich - zwischen den Zeilen“ sehen. 2007 erhielt der den Bayerischen Jugendtheaterpreis und 2010 den Nachwuchsdarstellerpreis Puck. Oschatz wird allerdings erst in der zweiten Spielhälfte, ab März 2014, am JT zu sehen sein, erklärte Regisseurin Eva-Maria Baumeister.

Als neue Intendanz-Doppelspitzen wollen Eidinger und Baumeister auch neue Wege gehen: „Wir werden verstärkt auf mobile Produktionen setzen. Wir können uns auch vorstellen, den Marktplatz vor dem JT für Produktionen open air zu nutzen. Gerade der Sommernachtstraum würde sich perfekt dafür anbieten“, so Eidinger.

Wiederaufnahmen

Außerdem wird es auch Wiederaufnahmen geben. Das ist nur möglich, weil alle Ensemblemitglieder bleiben können: „Die Arbeit wäre unmöglich, wenn es einen großen Umbruch gegeben hätte. Diese Kontinuität ermöglicht uns große Freiheiten. Wir möchten auf jeden Fall unsere Arbeit fortführen, dass sowohl vormittags als auch abends Produktionen laufen“, sagte Eidinger. (zli)

Kulturticket für Studenten ist Erfolgsstory

Das Kulturticket hat sich als Erfolgsstory herausgestellt: „Wir konnten nicht einmal feststellen, dass die Studenten nur bestimmte Produktionen besucht haben. Sie waren in allen Stücken sehr gut vertreten. Eigentlich müsste das Modell den Innovationspreis bekommen, viele Unis ziehen ja auch inzwischen nach“, erklärt Udo Eidinger, Intendant und Dramaturg am Jungen Theater.

Aber nicht nur quantitativ ist die Maßnahme ein Erfolg: Sie lockt zusätzlich zu den sowieso schon theateraffinen Studenten auch junge Menschen ins Theater, die bisher wenig damit in Berührung gekommen sind. Und das muss die Zielsetzung des JT sein. (zli)

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