Gegenseitiger Austausch

Vertrag: Zwei Schulen in Göttingen und Südpolen arbeiten eng zusammen

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Partnerschaft mit polnischer Schule: Maria Harberding von den Berufsbildenden Schulen Ritterplan (vorn, rechts) und ihre Kollegin Boguslawa Bebak (vorn, links) unterzeichneten den Kooperationsvertrag. Darüber freuten sich (von links) Margarethe Broska, Anna Kaminska, Malgorzata Klekot, Armin Oberländer und Kathrin Bittner-Szaukellis.

Göttingen. Die Berufsbilden Schulen Ritterplan in Göttingen und eine berufliche Schule im polnischen Oswiecim arbeiten künftig eng zusammen.

Die beiden Schulen unterzeichneten am Freitag einen Kooperationsvertrag. Die Stadt ist in Deutschland unter dem Namen Auschwitz bekannt. Dort hatte das NS-Regime im Dritten Reich ein riesiges Vernichtungslager errichtet.

Ziel der Kooperation ist der gegenseitige Austausch von Auszubildenden und Lehrkräften. Einige Schüler aus Göttingen und Umgebung besuchten bereits die Schule in Südpolen.

Erster Kontakt im Herbst 2015

Die Zusammenarbeit der beiden Einrichtungen wurde am Freitag von den Direktorinnen Maria Harberding und Boguslawa Bebak feierlich mit Unterschriften unter einen Vertrag besiegelt. Haberding erinnerte an die Geschichte der Kooperation.

Knüpfte den Kontakt: Dr. Matthias Gleitze, Honorarprofessor an der Hochschule Oswiecim

Der Kontakt kam im Herbst 2015 über Dr. Matthias Gleitze zustande. Der frühere Leiter der Alice-Salomon-Schule in Hannover wuchs in Duderstadt auf, studierte in Göttingen und ist inzwischen als Honorarprofessor an der Hochschule in Oswiecim tätig. Er hatte bei einem Empfang vom Buffet der polnischen Schule für Hotelfachleute, Gastronomiefachleute und Lebensmittelhandwerk probiert und spontan Kontakt zur Direktorin gesucht. Sie bat den Pädagogen, nach einem Kooperationspartner in Deutschland Ausschau zu halten.

Sofort dachte Dr. Gleitze an die Göttinger Schule am Ritterplan, an der unter anderem Nachwuchs-Kräfte für Gastronomie und Hotellerie in Südniedersachsen ausgebildet werden. Maria Harberding und ihr Schulleitungs-Team sagten ganz schnell Ja zu der Idee, und im Frühjahr 2016 kam es zu einem ersten Treffen. Mit Blick auf die gemeinsame deutsch-polnische Geschichte von Oswiecim sagte Schulleiterin Boguslawa Bebak: „Es ist wichtig, was heute und morgen passiert.“

Zwar gehen im Sommer Schulleiterin Harberding und ihre polnische Kollegin Bebak in den Ruhestand, aber die Arbeit wird weitergehen. Bei der Unterzeichnung des Kooperationsvertrages waren mehrere Lehrer von beiden Schulen dabei. Sie sollen das Projekt weiter vorantreiben.

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