Video-Polizisten ab sofort in Bischofsstadt auf Streife

Stellten die neuen Bodycams in Hildesheim vor: (von links) Thorsten Diederich, Leiter Einsatz- und Streifendienst der Polizeiinspektion Hildesheim, Polizeipräsident Uwe Lührig, Polizeikommissarin Tabea Artmann, Polizeioberkommissar Arne Lindhorst, Hildesheims Polizeichef Uwe Ippensen und Polizei-Vizepräsident Bernd Wiesendorf. Foto: Polizei/nh

Göttingen/Hildesheim. Wer ab sofort Streifenpolizisten in Hildesheim trifft, muss damit rechnen, dass der Einsatz per Videokamera aufgezeichnet werden kann. In der Bischofsstadt wurden am Mittwoch die ersten Körperkameras der Polizeidirektion Göttingen vorgestellt.

Zunächst sind im Testbetrieb bis Ende März drei Kameras, so genannte Bodycams, im Einsatz. Insgesamt wurden 20 Polizeibeamte an den Kameras ausgebildet und setzen sie nun im täglichen Dienst ein. Erkennbar sind diese Polizisten an einer gelben Überziehweste mit der Aufschrift „Videoaufzeichnung“. Außerdem ist der kameraführende Beamte dazu verpflichtet, die Kameraaufzeichnung im Vorfeld anzukündigen.

Die Gewalt gegen Polizeibeamte habe in den vergangenen Jahren in Qualität und Quantität zugenommen, sagte Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig bei der Vorstellung.

„Der Einsatz von Bodycams soll einen zusätzlichen Schutz unserer Polizeibeamtinnen und -beamten bieten“, sagte der Präsident in Hildesheim. Als „ergänzendes Einsatzmittel zur Eigensicherung“ sind aus Sicht von Lührig Videoaufzeichnungen dazu geeignet, in konfliktträchtigen Situationen zur Beruhigung beizutragen. „In Bundesländern, in denen Bodycams bereits erprobt wurden, konnten positive Effekte erzielt werden, indem sie beruhigende beziehungsweise abschreckende Wirkung auf Gewalttäter und Aggressoren zeigten“, sagte Lührig. Außerdem können die aufgezeichneten Videodateien in späteren Strafverfahren eine ganz wichtige Rolle spielen. Die Polizeidirektion setzt zur Erprobung der Kameras zunächst auf einen zentralen Standort, um erste Erfahrungen besser vergleichbar zu machen. Außerdem sollen die Kameras möglichst häufig im Einsatz sein. Zudem kann bei derzeit drei Geräten fast jedes Streifenteam in Hildesheim mit einem Gerät ausgestattet werden. (bsc)

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