Mehr als 3400 Einwände gegen das Projekt

Vier Waschkörbe mit Briefen gegen Windkraftanlagen bei Barterode

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Vier Waschkörben mit den Einwänden gegen die Windkraftanlagen bei Barterode: (von links) Ilona Springer, Gerhard Faulstich, Conny Wegener, Thomas Carl Stiller, Michael Jung, Elke Jung und Kathrin Dietmann.

Barterode. Mehr als 3400 Einwände gegen einen geplanten Windenergiepark bei Barterode wurden der Kreisverwaltung in vier Waschkörben überreicht.

Damit soll die Genehmigung eines Bauantrages für fünf Windräder verhindert werden. Die Stadtwerke Göttingen wollen die Windräder bauen und betreiben.

Die Mehrzahl der Eingaben beziehen sich auf den Vogelschutz. In dem Gebiet haben sich mehrere Rotmilan-Paare angesiedelt. Außerdem gibt es dort weitere seltene Vogelarten, darunter Rebhühner, Spechte, Falken, Uhus und Schwarzstörche. Unterstützung bekommen die Bürger bei ihrer massiven Kritik vom Kreistagsabgeordneten Dr. Thomas Carl Stiller (FDP) aus Barterode.

Thema Schallschutz

Er kritisiert zudem, dass bei dem Projekt aus seiner Sicht der Schallschutz nicht ausreichend berücksichtigt wurde. Die Belastung sei per Rechenmodell geschätzt, aber nicht vor Ort gemessen worden. Ein weiterer Kritikpunkt: Die Windanlagen sollen auf wertvollem Ackerland entstehen.

Weiterhin übt Stiller Kritik an der Tatsache, dass der Bereich, auf dem die Windkraftanlagen errichtet werden sollen, noch vor einigen Jahren ein Landschaftsschutzgebiet war. Und: Ein bestehendes Göttinger Schutzgebiet ist in direkter Nachbarschaft zu den geplanten Windkraftanlagen zu finden.

Und weiter: Stiller befürchtet, dass es nicht bei den fünf Anlagen bleibt und im Endausbau bis zu elf Windmühlen gebaut könnten. Stiller hat zudem die Befürchtung, dass das Projekt trotz vieler Bedenken von Anwohnern einfach durchgezogen wird. Dazu gibt es laut Stiller eine Chance durch die Privilegierung von Windrädern nach dem Baugesetzbuch.

Stiller und andere Einwohner von Barterode überlegen zudem, ob sie gegen das Projekt klagen, sollten die 3400 schriftlichen Einwände keinen Erfolg haben.

Stiller kritisiert außerdem den Umgang mit dem Thema Windkraft in der Gemeinde Adelebsen. Da bei Güntersen bereits ein Sondergebiet für Windkraftanlagen existiert, hätte die Gemeinde das aktuelle Projekt einfach ablehnen können, sagt Stiller.

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