Volksgolfplatz in Göttingen fällt aus dem Flächennutzungsplan

Um dieses Gebiet mit Naturschutzbereich und intensiver Landwirtschaft ging es: Das Areal am Südrand von Geismar sollte zum Volksgolfplatz werden. Damit ist es jetzt vorbei. Foto: Rampfel/nh

Göttingen. Im Göttinger Stadtteil Geismar werden keine Golfbälle durch die Luft fliegen: Unter die Projektplanung Volksgolfplatz hat der Verwaltungsausschuss der Stadt einen Schlussstrich gezogen.

Die Stadtverwaltung soll die Einrichtung eines Golfplatzes am südlichen Stadtrand von Geismar aus dem Flächennutzungsplan streichen.

Mehr noch: Im beschlossenen Antrag, den die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen formuliert hat, steht auch, dass der Golfplatz bei den konzeptionellen Überlegungen zur Neugestaltung des Flächennutzungsplans nicht weiter berücksichtigt werden soll. Die Fläche soll zudem im Landschaftsschutzgebiet bleiben.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler sagte noch während der Sitzung zu, bei der Erarbeitung des Vorentwurfs für den neuen Flächennutzungsplan entsprechend zu verfahren.

Die Streichung der Golfplatz-Ausweisung geht auf einen Ratsantrag aus dem Juli 2015 zurück. Eine Entscheidung durch den Verwaltungsausschuss war nötig geworden, nachdem der Ausschuss für Umwelt- und Klimaschutz und der Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke dazu Ende 2015 unterschiedlich votiert hatten.

Nach vorgelegten Plänen sollte am Stadtrand von Geismar ein Volksgolfplatz entstehen. Vereine und sogar ein Altenzentrum hatten ihre Unterstützung zugesagt. Gegen die Pläne gab es Proteste von Naturschützern und Bürgern. Das Projekt, das auch von der Göttinger Sport und Freizeit GmbH unterstützt worden war, ist damit vom Tisch.

Die CDU/FDP-Gruppe im Stadtrat sieht sich in ihrer Meinung bestätigt: Sie hatte bereits im Mai 2015 gegen den Golfplatz votiert. „Wir haben momentan und auch langfristig in Göttingen wirklich andere Sorgen als die Reservierung von 700.000 Quadratmetern für einen Golfplatz“, teilte Sprecher Dr. Hans-Georg Scherer mit.

Auch die Piratenpartei begrüßte den mehrheitlichen Beschluss im Verwaltungsausschuss. (tko)

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