Vorstoß: Stadt-Museum und Haus des Wissens sollen in die Zoologie

Die Alte Zoologie am Bahnhof: Dort sollen, wenn nach nach SPD und Grünen im Rat geht, das Haus des Wissens und Teil des historischen Stadtmuseums untergebracht werden. Archivfoto: Fischer/nh

Göttingen. Einen ungewöhnlichen Vorstoß kündigen SPD und Grüne im Göttinger Rat an: Sie setzen sich dafür ein, das „Haus des Wissens“ und Teile des historischen Stadtmuseums gemeinsam in der Alten Zoologie am Bahnhof unterzubringen.

Der Antrag soll in der Ratssitzung im Juli gestellt werden, heißt es in einer Pressemitteilung. Mit dem Vorstoß fordern die Fraktionen die Verwaltung auf, in Gesprächen mit der Universitätsleitung zu prüfen, ob und unter welchen Bedingungen Bereiche des „Stadthistorischen Museums“ und das „Haus des Wissens“ gemeinsam im Gebäude der Zoologie untergebracht werden können.

„Selbstverständlich müssen hier mögliche wirtschaftliche und funktionale Synergieeffekte, die unter anderem durch eine parallele und abgestimmte Planung der beiden sich ergänzenden Konzepte, die gemeinsame Nutzung der Depoträume, der Restaurierung und durch eine zumindest teilweise gemeinsame Betreibung, angesprochen werden“, sagt SPD-Fraktionsvorsitzender Frank-Peter Arndt.

Rolf Becker, Fraktionschef der Grünen im Rat, ergänzt: „In enger Abstimmung mit den Planern des Hauses des Wissens soll ein zeitgemäßes Konzept für das zukünftige Stadthistorische Museum erarbeitet werden.“

Für die künftige Umsetzung des Konzeptes sollen die erforderlichen Fördermittelanträge gestellt werden. Auch die touristische Bedeutung und die wirtschaftlichen Effekte für die Stadt sollen berücksichtigt werden. Wesentlicher Vorteil aus Sicht der Fraktionen: Das so entstehende museale Gebäude bindet einen größeren Besucherkreis und kann sie auf mehreren Ebenen ansprechen. Dazu gehört ein gut durchdachtes Museumskonzept, das die Dauerausstellung genauso wie wechselnde Sonderausstellungen, aber auch museumspädagogische Veranstaltungen und ein transparentes Sammlungskonzept beinhaltet.

„Die Kräfte zu bündeln erscheint angesichts der zu erwartenden Synergieeffekte sowohl unter wissenschaftlichen und pädagogischen sowie unter wirtschaftlichen Aspekten zielführend“, sagen Becker und Arndt abschließend.

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