Waldelefanten-Stoßzähne statt Handakte von Volkswagen

Gruppenbild mit Stoßzahn: Forschungsleiter Thomas Terberger, Lars Winter vom Technischen Hilfswerk, Ausgrabungsleiter Jens Lehmann und Niedersachsens Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Bündnis 90/Die Grünen) stehen neben dem Stoßzahn eines altsteinzeitlichen Waldelefantens im Forschungs- und Erlebniszentrum Paläon in Schöningen. Foto: dpa

Von einem archäologischen Sensationsfund in Niedersachsen war diese Woche die Rede. „Ah, da dachte ich schon, die in der Staatskanzlei verschwundene VW-Handakte sei wieder aufgetaucht“, lästerte ein Ministeriumsmitarbeiter.

Nein, es gibt neben dem Diesel-Skandal auch noch schöne Dinge, riesige Stoßzähne von urzeitlichen Waldelefanten etwa, die Forscher im Schöninger Tagebau entdeckt haben.

Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies bleibt der Marke Volkswagen treu – allein schon aus Solidarität als Aufsichtsratsmitglied. Nach einem Jahr (und 64 000 Kilometern) tauschte er jetzt seinen Dienst-Transporter gegen ein neueres Multivan-Modell ein. Beide Gefährte, versicherte das Ministerium, seinen von den Motormanipulationen nicht betroffen: „Die sind absolut sauber.“

Fahrlehrer, Schweißer, Keramikfreunde oder Griffelkünstler: Die Stadt Hannover ist – direkt oder über ihre Mitarbeiter – an 128 Vereinen beteiligt. Und das kostet Geld: Auf jährlich 450 000 Euro summieren sich die Mitgliedsbeiträge. Die FDP im Rat zieht prompt die ganze Vereinsmeierei in Zweifel. Angesichts angespannter Haushaltslage müsse man prüfen, ob und welche Mitgliedschaften noch sinnvoll seien, findet Fraktionschef Wilfried Engelke. Das mag angesichts von 147 Millionen Euro Defizit kleinkariert klingen. Aber die Frage, warum die Metropole zu den Förderern eines Schlosses in Nordrhein-Westfalen zählt oder bei den hessischen Volkskundlern mitmischt, muss erlaubt sein.

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