Warten auf 3000 Gäste zum Historikertag

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Die Vorbereitungen laufen: Das Hilfskräfte-Team mit (von links) Christian Wachter, Marie Günther, Svetoslav Stoyanov, Teresa Herbrand, Kristina Schulz, Lisa Hilbig, Geschäftsführer Benjamin Bühring und Hanna Feesche. Es fehlt Marten Hansen. Foto: Schmidt-Hagemeyer

Göttingen. Auf das Organisationsteam wartet eine Mammutaufgabe: Vom 23. bis 26. September findet in Göttingen der 50. Deutsche Historikertag statt. Um ein Programm für die erwarteten 3000 Teilnehmer aufzustellen, ist einiges zu tun. Davon profitieren auch Studierende.

Acht junge Frauen und Männer, die alle Geschichte studieren, hat Benjamin Bühring als Geschäftsführer des Historikertages inzwischen für bis zu 32 Stunden im Monat eingestellt. Als erste Hilfskraft hat Teresa Herbrand bereits im vergangenen Jahr mit der Büroarbeit für die große Verlagsausstellung begonnen. Mehr als 100 Verlage wollen ihre Publikationen in Göttingen vorstellen. Während diese Aufgabe fast erledigt ist, fängt die Arbeit für Christian Wachter erst richtig an.

Wachters Part ist die Öffentlichkeitsarbeit, er betreut die Homepage, kümmert sich um Soziale Medien wie Facebook und Twitter. „Ich freue mich mitzuarbeiten“, sagt er. „Auch um zu sehen, wie ein Kongress funktioniert.“ „Es ist toll dabei zu sein“, meint Hanna Feesche, die mit Marie Günther für das Doktoranden-Forum zuständig ist. Geschichte werde - zu Unrecht - oft als langweilig angesehen, bedauert Feesche.

Historiker-Slam

Spannend soll eine Premiere werden: Die Göttinger planen den ersten Historiker-Slam. Dieser Wettbewerb, bei dem Doktoranden in Kurzvorträgen ihr Forschungsgebiet allgemeinverständlich und unterhaltsam präsentieren, ist bislang vor allem durch Naturwissenschaftler bekannt.

Während des Historikertages wird es Stadtführungen und Exkursionen für die Tagungsteilnehmer geben. Mit dem Thema beschäftigst sich Kristina Schulz. Dass auch ein Programm für Schüler angeboten wird, findet Svetoslav Stoyanov super. Es gebe viele Dinge zu entdecken, um Wissen zu vermitteln. „Das liegt mir am Herzen“, sagt Stoyanov, der Portrait-Videos über zwei Preisträger produzieren wird, die beim Historikertag gezeigt werden.

Noch neu im Team ist Lisa Hilbig, die in allen Bereichen mitarbeitet. Je nach Arbeitsanfall müssen dies ohnehin alle machen. So hat zuletzt das ganze Team beim Korrekturlesen des Programms geholfen. In dieser Woche wird das Heft veröffentlicht. Die Palette der 70 Schwerpunktthemen mit Beiträgen von 360 Referenten ist zeitlich und thematisch breit, reicht von der Sieghaftigkeit im antiken Griechenland bis zur Geschichte der Sexualität im 20. Jahrhundert.

Viel Arbeit

Für den Ablauf des Mammutprogramms in den Hörsälen und das Tagungsbüro sind vom 23. bis 26. September wohl 80 Leute nötig, schätzt Geschäftsführer Bühring. Auch für das aktuelle Orga-Team wird es dann stressig. Ob die Hilfskräfte es schaffen, selbst einige Veranstaltungen mitzuerleben ist offen. Lisa Hilbig: „Ich hoffe, dass sich das verbinden lässt.“ (shx)

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